Mehr Performance für Google Docs

Google Docs Logo

Google hat jüngst mit dem kollaborativen Zeichenprogramm Google Drawings seinem eigenen Online-Officepaket Docs nicht nur eine neue Funktion spendiert, sondern hat die ganze Suite auf ein neues Code-Fundament gestellt. Die zugrunde liegende Infrastruktur wurde komplett überarbeitet. Grundsätzlich verspricht sich Google davon eine bessere Performance und eine bessere Plattform für die Umsetzung neuer Features wie eben das Zeichenprogramm.

Mit den Neuerungen stellt Google die Möglichkeit zur Zusammenarbeit stärker in den Mittelpunkt. So ermöglicht das eigenständige Zeichenprogramm in gemeinsames Bearbeiten beispielsweise von Flowcharts oder Diagrammen. Bei der neuen Version des Texteditors können bis zu 50 Nutzer gleichzeitig an einem Dokument arbeiten und dabei Buchstabe für Buchstabe in Echtzeit sehen, wenn andere Änderungen vornehmen. Letztere Funktion erinnert stark an Wave, jenes bislang eher glück- und erfolglose Echtzeit-Kollaborationstool von Google.

Google Drawings

Die neue Tabellenkalkulation verspricht nicht zuletzt mehr Geschwindigkeit beim Laden von oder Scrollen in Arbeitsblättern. Auch wird ein einfaches Verschieben ganzer Spalten möglich. Im Fall der Textverarbeitung wiederum ermöglicht das neue Docs-Fundament auch verbesserte Formatierungsmöglichkeiten etwa für Kommentare und auch ein besseres Grafik-Layout.

Ein neues Fundament

Das bisherige technologische Fundament der Textverarbeitung wurde komplett verworfen, während Code-Teile der alten Tabellenkalkulation in die neue Basis eingeflossen sind. Freilich war die Spreadsheets-Anwendung bisher gerade in Sachen Zusammenarbeit die deutlich fortschrittlichere Komponente des Online-Office. Insgesamt soll das neue Code-Fundament nicht nur neue Feature-Möglichkeiten überhaupt eröffnen, sondern die Entwicklung zusätzlicher Funktionen auch flexibler und schneller machen.

Nutzer haben bereits die Möglichkeit, die aktualisierten Anwendungs-Versionen zu nutzen, wozu diese aber in Google Docs aktiv ausgewählt werden müssen. Diese Wahlmöglichkeit kann für User insofern von Vorteil sein, da die neuen Anwendungen keine Offline-Unterstützung auf Basis von Google Gears mehr bieten. Allerdings soll langfristig wieder eine Offline-Funktionalität umgesetzt werden - dann aber auf Basis moderner Browser-Technologien wie HTML5.

Quellen: Google, pte

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| Artikel drucken Drucken | 14.04.2010 16:31

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