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Sokrates 2.0

Sokrates 2.0

Die aktuelle Diskussion über das Internet als angeblich «rechtsfreier Raum» macht (wieder einmal) deutlich, dass wir es mit einem deutlichen Medienbruch zu tun haben, der viele - nicht nur die «Internet-Ausdrucker» - überfordert. In der Diskussion wird oft übersehen, dass es vor dem Internet bereits einige solcher Brüche gegeben hat, zum Beispiel die Erfindung des Buchdrucks. Dabei könnte man viel von diesen historischen Umwälzungen lernen, wie der spanische Soziologe Joaquín Rodríguez López in seinem 2008 erschienenen Buch «Edicion 2.0. Socrates en el hiperespacio» festhält. López vergleicht darin den bekannten Dialog zwischen Platon und Sokrates im «Phaidros», in dem es um Sokrates' Sorge angesichts der Ablösung der rein sprachlichen Wissensvermittlung durch die Einführung der Schrift geht, mit den neuen Formen der Wissensvermittlung durch das Internet. Damit untersucht er vor allem die vielgestellte Frage: Macht das Internet doof?

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» Drucken » Kommentare (0) 30.06.2009. 15:10

Gibt es eine Game-Sucht?

Medical
Sind exzessive Gamer süchtig - oder Opfer der Gesellschaft? (stock.xchng)

Laut Untersuchungen der Humboldt-Universität Berlin sind etwa zehn Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland suchtgefährdet. Ähnlich wie beim exzessiven Einkaufen, Sport oder Arbeiten handelt es sich bei der Online-Sucht um eine so genannte Verhaltenssucht (Behavioural addiction), die allerdings noch nicht anerkannt ist. Die exzessiv ausgeübte Tätigkeit stimuliert das limbische System im Gehirn, wodurch Hormone wie Endorphine ausgeschüttet werden, was als angenehm erlebt wird. Analog zur Online-Sucht kann man nun postulieren, dass auch exzessives Gamen eine solche Verhaltenssucht darstellt. Keith Bakker, der Gründer und Chef der ersten und einzigen europäischen Suchtklinik für Videospielabhängige in Amsterdam, bezweifelt dies jedoch.

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» Drucken » Kommentare (1) 22.06.2009. 12:05

Microsoft provoziert mit Wettbewerb

Microsoft Australien hat zum Start des Internet Explorer 8 einen Wettbewerb gestartet, bei dem es darum geht, irgendwo im Netz 10'000 AUS$ zu finden. Das geht aber nur, wenn man den IE8 benutzt. Öffnet man die entsprechende Seite in einem anderen Browser als dem IE, dann erscheint der nette Hinweis: «But you'll never find it using that browser. (So get rid of it, or get lost.)» Alternativ auch «... using boring Safari.» Doch seht selbst:

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HTML 5: Browser statt OS

HTML 5

Der neue Standard HTML 5 wird das Internet nachhaltig verändern. Diese Meinung vertrat Eric Schmidt, CEO von Google, an der Entwicklerkonferenz «Google I/O 2009» in San Francisco. Der neue Standard der Auszeichnungssprache HTML werde Webbrowser anstelle von Betriebssystemen zur entscheidenden Umgebung für Applikationsentwickler machen. Der vom W3C-Konsortium entwickelte HTML5-Standard wird zusätzliche Anwendungs-, Struktur- und Datenelemente zur Verfügung stellen. Ein Canvas-Tag soll eine Zeichenoberfläche für 2D- und 3D-Zeichnungen zur Verfügung stellen. Die in HTML 5 enthaltenen APIs werden auch die Einbindung von Video- und Audiodaten in Webseiten erleichtern. HTML 5 könnte sogar Adobes Flash überflüssig machen.

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» Drucken » Kommentare (0) 28.05.2009. 20:44

Der «Pirat», mein Kunde

Pirate Bay - Tape Flag

Eigentlich ist es - zumindest in meinen Augen - mehr als ein alter Hut: Musikpiraten sind nicht die Feinde, sondern die besten Kunden der Musikindustrie. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der BI Norwegian School of Managment. Demnach kaufen P2P-Benutzer, die illegale Inhalte saugen, auch die meiste Musik. Warum nun ein alter Hut? Nun ja, offenbar ist es so, dass die illegalen Downloads dem Kauf von Musik vorangehen. Viele Nutzer laden sich Songs herunter, um in etwas hineinzuhören oder neue Künstler kennen zu lernen. Kommen sie auf den Geschmack, wird infolge auch Geld für ein Album oder weitere Songs investiert. Die Älteren unter uns mögen sich vielleicht noch an die analogen Kassetten erinnern, die auf dem Schulhof getauscht wurden ... Ich bin überzeugt, schon damals wäre dieser Effekt messbar gewesen.

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» Drucken » Kommentare (0) 26.05.2009. 17:42

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Wort|ge|fecht, das - Neues aus der schönen neuen Medienwelt. Dieser Blog befasst sich schwerpunktmässig mit Sozialen Medien (Social Media) und ihrem Einfluss auf die Welt des Marketings, der Public Relations und der traditionellen Medien. Unter Social Media verstehen wir Blogs, Wikis und alle anderen Formen kollaborativer Webanwendungen, wie sie im Web 2.0 entstanden sind und entstehen. Daneben finden sich hier auch Beiträge rund um das Internet, über Open Source und kommunikationswissenschaftliche Themen. Abgerundet wird die Berichterstattung durch Buchbesprechungen, Veranstaltungshinweise und Tipps zum Thema.