
Journalisten in der Blogosphäre: passive «Schleicher» (stock.xchng)
Rund 75 Prozent der Journalisten holen sich Ideen für Artikel auf Blogs. Zu diesem Schluss kommt eine Online-Befragung bei 177 zufällig ausgewählten Journalisten und Redaktoren (für meine geschätzte deutsche Leserschaft: Redakteuren; Redaktor ist ein gebräuchlicher Helvetismus) in den USA, welche die Marktforscher von Brodeur (Medienmitteilung, PDF) durchgeführt haben. Die Befragten gaben zudem Auskunft über ihre Lesegewohnheiten von Blogs und anderen sozialen Medien.
» Drucken » Kommentare (9) 15.01.2008. 13:36

Wird es der 75-Franken-Shot? (16vor.de)
Wie persoenlich.com kürzlich berichtete, legte im letzten Herbst ein Student des Bereichs Wirtschaftskommunikation an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern eine Diplomarbeit über das Verhältnis der Schweizer Medien zum Bürgerjournalismus vor. Der Autor kommt darin zum Schluss, dass Citizen Journalism in der Schweiz zunehmend an Bedeutung gewinnt: Immer mehr Regionalzeitungen springen auf den Leserreporter-Zug auf, welchen das Boulevardblatt «Blick» und die Pendlerzeitung «20 Minuten» ins Rollen gebracht haben. Die Schweizer Medien bauen also Bürgerjournalismus vermehrt in ihr journalistisches Konzept ein.
» Drucken » Kommentare (0) 14.01.2008. 17:02

Die englische Verlagsgruppe Trinity Mirror hat ein erstes Crowdsourcing-Experiment im Journalismus gestartet. Ein Pilot des Projekts mit dem Namen «Make The News» läuft derzeit bei der «Liverpool Daily Post», einer der Lokalzeitungen des Verlags. Mit der Hilfe von Lesern, die sich durch bestimmte spezialisierte Kenntnisse zu einem Thema auszeichnen, sollen in der nächsten Zeit eine unbestimmte Anzahl von Beiträgen für das Lokalblatt entstehen. Sollte der Pilot erfolgreich verlaufen, will der Verlag das Projekt auf weitere seiner Titel ausdehnen.
» Drucken » Kommentare (0) 01.11.2007. 15:44
Der «Deutsche Fachjournalisten Verband» (DFJV) hat bekanntlich ein Thesenpapier zum Thema «Weblogs und Journalismus» veröffentlicht (hier das PDF). Neben dem üblichen Journalisten-Gedöns zum Thema fand ich in dem Papier auch die folgende, sechste These:
«Blogs sind frei von den wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs und verfolgen in der Regel keine kommerziellen Interessen. Damit bieten sie den nötigen Freiraum, um als kreativer Ideengeber für die klassischen Medien dienen zu können.»
Heisst das nun im Umkehrschluss, dass Journalisten wegen den herrschenden «wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs» nur (noch) Erfüllungsgehilfen der «kommerziellen Interessen» ihrer Verlage sind und man daher getrost ihre ach so selbstgefällige «Gate-Keeper-Funktion» (These 4) endgültig ad acta legen kann?
Papier ist geduldig - auch in Zeiten von PDF...
» Drucken » Kommentare (0) 15.10.2007. 19:46

Die französische Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) hat in Paris eine Stiftung gegründet, die sich weltweit für hohe journalistische Standards einsetzen will. Vorgesehen sind vor allem Trainingsprogramme für Journalisten, Organisationen und Unternehmen in Entwicklungsländern. Zudem sollen auch Unterrichtsmaterialien für Schulen zu den Themen Pressefreiheit und Medien angeboten werden. Die Stiftung wird ihre Arbeit in den Sprachen Französisch, Englisch, Spanisch und Arabisch anbieten.
» Drucken » Kommentare (0) 17.09.2007. 10:35