Gestern hätte der 2005 verstorbene Robert Moog, amerikanischer Physiker und Elektrotechniker, seinen 74. Geburtstag feiern können. Moog ist einer der Pioniere der elektronischen Musik und Erfinder des Moog-Synthesizers, eines der ersten weit verbreiteten elektronischen Musikinstrumente. In den 1950er Jahren baute er seinen ersten Synthesizer und gründete im Alter von 19 Jahren seine erste Firma, R.A. Moog Co. Damals waren Synthesizer entweder schlecht zu bedienen – zum Beispiel mit Lochkarten - oder einfach nur riesig. Die ersten Geräte, die Moog herstellte, waren Bausätze, die auf der Entwicklung des russischen Physiker Lev Theremin basierten. Aber erst als der bei Moog angestellte Musiker Walter Carlos 1968 mit seinem Album «Switched-On Bach» drei Grammys gewann, wurden die Moog-Synthesizer richtig bekannt und erfolgreich. 1972 änderte die Firma ihren Namen in Moog Music. In diesem Jahrzehnt wurde das Unternehmen auch mehrfach verkauft und gehörte schliesslich dem Musikinstrumentehersteller Norlin.
» Drucken » Kommentare (0) 24.05.2008. 09:36

Nobelpreisträgerin Lessing (TechCrunch)
Da dachte ich schon, nichts könnte mir den Montag Morgen verderben. Aber weit gefehlt. Ganz weit oben in meinem Feedreader fand ich doch diesen Artikel aus dem «Guardian»: Doris Lessings gestrige Rede anlässlich der Nobelpreisverleihung. Da ist also eine 88-jährige Schriftstellerin, die ohne Zweifel literarisch Grosses geleistet hat und sich gleichzeitig wohl gefällt in der Pose der kulturpessimistischen Warnerin mit dem Zeigefinger. Zu alt, um die Rede selber zu halten, zog sie her über das Internet. Für Lessing leben wir in einer Zeit, in der das Internet eine ganze Generation verführt hat und in der eine fragmentierte Kultur vorherrscht, in der niemand mehr liest.
» Drucken » Kommentare (7) 10.12.2007. 10:22
Der Autor Ray(mond Douglas) Bradbury erhielt gestern im Rahmen der diesjährigen Pulitzer-Preis-Verleihung eine besondere Ehrung für sein Lebenswerk. Die Preisverleihung fand in New York statt. Diese besonderen Ehrungen werden nur unregelmässig im Rahmen der Pulitzer-Preis-Verleihung vergeben, etwa im Jahr 1999 posthum an Duke Ellington.
Schon mit elf Jahren schrieb Ray Bradbury seine ersten Geschichten, 1938 wurde die erste schliesslich gedruckt. Den Durchbruch als Science-Fiction-Autor stellte die Veröffentlichung der «Mars-Chroniken» 1950 dar. Seine bekannteste Zukunftsvision, «Fahrenheit 451»
, folgte 1953.
Als preisgekrönter Autor mit schier unermesslicher Schöpfungskraft hat Ray Bradbury an die 500 Kurzgeschichten, Romane, Bühnenstücke und Gedichte geschrieben. Daneben bearbeitete und schrieb er Drehbücher wie das zu John Hustons «Moby Dick»-Verfilmung. Ausserdem wurden mehrere seiner Bücher verfilmt, z.B. «Fahrenheit 451»
von François Truffaut. Ray Bradbury lebt heute in Los Angeles.
» Drucken » Kommentare (0) 22.05.2007. 08:50

Alle, die jetzt nicht wissen, worum es geht, sind entweder zu jung - oder haben sonst keine Ahnung von nichts. Hier und hier werden Sie geholfen.
» Drucken » Kommentare (1) 09.05.2007. 09:30
Der bekannte österreichische Psychologe und Kommunikationswissenschafter Paul Watzlawick ist tot. Er verstarb bereits am vergangenen Samstag nach schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren in seiner kalifornischen Wahlheimat Palo Alto.

Watzlawick wurde am 25. Juli 1921 im österreichischen Villach geboren. Er studierte Philosophie und Sprachen in Venedig, wo er 1949 promovierte. Anschliessend bildete er sich in Zürich am C. G. Jung-Institut in Psychotherapie weiter und schloss mit dem Analytikerdiplom 1954 ab. Von 1957 bis 1960 lehrte er als Professor für Psychotherapie in El Salvador. Ab 1960 war Watzlawick Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto und lehrte ab 1967 ebenda an der Universität Stanford. Kommunikations- und Medienwissenschaftern ist er vor allem wegen seines metakommunikativen ersten Axioms «Man kann nicht nicht kommunizieren» seiner auf fünf pragmatischen Axiomen aufbauenden Kommunikationstheorie ein Begriff.
Zu seinen bekanntesten Werken gehörte der Bestseller «Anleitung zum Unglücklichsein» von 1983 und das kommunikationswissenschaftliche Werk, gemeinsam mit Don D. Jackson und J. H. Beavin, «Menschliche Kommunikation»
aus dem Jahr 1969.
Quellen: dpa, kleinreport
+++ Nachtrag vom 04.04.07
Eine Zusammenfassung der Nachrufe in der Presse findet sich hier bei Side Effects.
» Drucken » Kommentare (0) 03.04.2007. 09:06