
Die aktuelle Diskussion über das Internet als angeblich «rechtsfreier Raum» macht (wieder einmal) deutlich, dass wir es mit einem deutlichen Medienbruch zu tun haben, der viele - nicht nur die «Internet-Ausdrucker» - überfordert. In der Diskussion wird oft übersehen, dass es vor dem Internet bereits einige solcher Brüche gegeben hat, zum Beispiel die Erfindung des Buchdrucks. Dabei könnte man viel von diesen historischen Umwälzungen lernen, wie der spanische Soziologe Joaquín Rodríguez López in seinem 2008 erschienenen Buch «Edicion 2.0. Socrates en el hiperespacio» festhält. López vergleicht darin den bekannten Dialog zwischen Platon und Sokrates im «Phaidros», in dem es um Sokrates' Sorge angesichts der Ablösung der rein sprachlichen Wissensvermittlung durch die Einführung der Schrift geht, mit den neuen Formen der Wissensvermittlung durch das Internet. Damit untersucht er vor allem die vielgestellte Frage: Macht das Internet doof?
» Drucken » Kommentare (0) 30.06.2009. 15:10

Die Postings hier beschäftigen sich hauptsächlich mit der Situation in der Schweiz und Deutschland. Das dritte Land der DACH-Gruppe, Österreich, wurde bislang nur gestreift. Darum hier einige Fakten zur Internet- und Web 2.0-Nutzung in unserem Nachbarland im Osten. Alle Angaben stammen aus dem «Austrian Internet Monitor-Consumer» (AIM-C) Q1 2009 (Summary, PDF), der diese Fragen im Detail ausleuchtet: Die Internetnutzung in Österreich steht kurz vor der Überschreitung der Dreiviertelmarke: 74% der Bevölkerung nutzen das Medium. Nutzergenerierte Inhalte spielen dabei eine zunehmend grössere Rolle.
» Drucken » Kommentare (0) 24.06.2009. 17:43

Sind exzessive Gamer süchtig - oder Opfer der Gesellschaft? (stock.xchng)
Laut Untersuchungen der Humboldt-Universität Berlin sind etwa zehn Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland suchtgefährdet. Ähnlich wie beim exzessiven Einkaufen, Sport oder Arbeiten handelt es sich bei der Online-Sucht um eine so genannte Verhaltenssucht (Behavioural addiction), die allerdings noch nicht anerkannt ist. Die exzessiv ausgeübte Tätigkeit stimuliert das limbische System im Gehirn, wodurch Hormone wie Endorphine ausgeschüttet werden, was als angenehm erlebt wird. Analog zur Online-Sucht kann man nun postulieren, dass auch exzessives Gamen eine solche Verhaltenssucht darstellt. Keith Bakker, der Gründer und Chef der ersten und einzigen europäischen Suchtklinik für Videospielabhängige in Amsterdam, bezweifelt dies jedoch.
» Drucken » Kommentare (1) 22.06.2009. 12:05

Gefahren lauern überall - auch im Web 2.0. (stock.xchng)
Ganz ehrlich, trotz aller Begeisterung für die schöne neue Welt der Kommunikation dank Web 2.0 und Social Media - manchmal nehmen wir alle die damit verbundenen Sicherheitsrisiken etwa auf die leichte Schulter. Viele von uns gehen zu blauäugig mit dem Thema IT-Security und dem Schutz sensibler Daten um. Darum gelingt es Kriminellen auch immer wieder, vertrauliche Informationen zu entwenden oder schadenanrichtende Malware unbemerkt zu installieren. Vor allem auch Firmen kümmern sich zuwenig um die Sicherheit. Zu diesem Fazit gelangt eine Studie des IT-Sicherheitsspezialisten Websense.
» Drucken » Kommentare (0) 19.06.2009. 17:49
Microsoft Australien hat zum Start des Internet Explorer 8 einen Wettbewerb gestartet, bei dem es darum geht, irgendwo im Netz 10'000 AUS$ zu finden. Das geht aber nur, wenn man den IE8 benutzt. Öffnet man die entsprechende Seite in einem anderen Browser als dem IE, dann erscheint der nette Hinweis: «But you'll never find it using that browser. (So get rid of it, or get lost.)» Alternativ auch «... using boring Safari.» Doch seht selbst:
» Drucken » Kommentare (1) 18.06.2009. 17:34