
Nun scheint plötzlich alles sehr schnell zu gehen. Nur wenige Wochen nachdem Ringier «cash» (daily) auf Papier eingestellt hat, fordert der «Freesheet-War» sein nächstes Opfer: Heute Montag ist die letzte Ausgabe des «.ch» erschienen. Die Herausgabe der Gratiszeitung wird ab sofort eingestellt, wie bekannt wurde. Damit sind der Relaunch und die Neuausrichtung als Pendlerzeitung ebenso gescheitert wie zuvor das Konzept mit der Hauszustellung. Gescheitert ist damit vor allem auch einer, der gar nicht mehr mit an Bord ist: der PR-Mann, ex-«Blick»-Chefredaktor, ex-Projektleiter bei «20 Minuten» und SF DRS-Pferdeflüsterer Sacha Wigdorovits (Stichworte «Swissfirst» und «Alex Freis Spuckaffäre»).
» Drucken » Kommentare (1) 04.05.2009. 12:12
Es gibt derzeit einige Printtitel, die angesichts der schlechten Marktsituation mit dem Gedanken spielen, ihr Erscheinen komplett ins Netz zu verlagern und auf die Papierausgabe zu verzichten. In den USA haben bereits einige Zeitungen diesen Schritt vollzogen und auch in der Schweiz erscheint seit einiger Zeit die Wirtschafts-Gratiszeitung «cash» ebenfalls nur noch online. Doch ist dieses Geschäftsmodell auf Dauer tragbar? Ein Beispiel aus Finnland.
» Drucken » Kommentare (0) 23.04.2009. 21:30

Die dunklen Wolken verdichten sich weiter. (stock.xchng)
Der Zeitungsmarkt in den USA krankt gewaltig. Im Vorjahr haben die Nachrichtenangebote im Internet traditionelle Zeitungen nach Nutzung erstmals auf den zweiten Platz verwiesen. Wie der Jahresbericht 2009 des Pew Research Centers im Zuge des «Projects for Excellence in Journalism» aufzeigt, haben sich 2008 mehr Leser online als in Print-Ausgaben informiert. 2009 wird sich die Krise noch zuspitzen und den Medienwandel hin zu webbasierten Angeboten beschleunigen. Wegen den wegbrechenden Werbeeinnahmen wird sich zudem das Zeitungs- und Titelsterben weiter fortsetzen, so der Bericht.
» Drucken » Kommentare (1) 20.03.2009. 11:16
Es hat länger gedauert, als ich gedacht habe, aber der «Freesheet-War» in der Schweiz (siehe dazu auch hier, hier, hier, hier, hier und hier) fordert nun sein erstes Opfer. Erstaunlicherweise ist es keines der General-Interest-Blätter, die sich gegenseitig wegen den Werbeeinnahmen (bewusst) kannibalisieren, sondern «cash» (daily). Nach der Einstellung der Wirtschafts-Wochenzeitung «cash» stellt Ringier nun auch das tägliche kostenlose Nachfolgeprodukt ein.
» Drucken » Kommentare (0) 17.03.2009. 11:45

Die Holzmedien und das Internet: Eine unendliche Geschichte. (stock.xchng)
Ist es nun eine selbsterfüllende Prophezeiung oder einfach das Unvermögen der gedruckten Presse? Klar ist nur, dass die gegenwärtig sehr angespannte Wirtschaftslage zu einer grossen Flurbereinigung im Printbereich führt. Die Zeichen standen schon länger auf Sturm, manche haben sogar schon das komplette Verschwinden der Zeitung angekündigt. Tatsache ist jedoch, dass die Zeitungen, konfrontiert mit rückläufigen Leserzahlen, einer Flaute auf dem Anzeigenmarkt und dem ständig wachsenden Wettbewerb im Netz, immer stärker unter Druck geraten. Parallel zu fast täglich neuen Schreckensmeldungen aus dem US-Zeitungsmarkt kommt dort, aber auch in Europa neuerlich die Frage auf, wie die Printmedien ihr Überleben in Zukunft sicherstellen können. Für einige zentral ist offenbar eine Rückkehr zu einem bereits totgesagten Geschäftsmodell: kostenpflichtiger Online-Inhalte.
» Drucken » Kommentare (0) 03.03.2009. 10:13