E-Mail-Marketing ist (noch) nicht tot

Personal E-Mail

Wer heute die grosse Masse der Onliner erreichen will, kann - nach wie vor - nicht nur auf Social Media setzen. Laut einer Panelbefragung von eCircle nutzen mindestens 50 Prozent der Internetnutzer sowohl E-Mail-Newsletter als auch Social Media. Befragt wurden 5'000 Onliner in den fünf grössten Online-Märkten Europas (Deutschland, Grossbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und die Niederlande). Die Studienergebnisse findet man hier als PDF-Datei.

Zwar informiert sich jeder zweite Twitter-Nutzer und knapp jeder Dritte auf Facebook auf der Plattform über Produkte und Unternehmen, allerdings folgt nur eine Minderheit aktiv den Angeboten von Unternehmen. In Grossbritannien, Italien und Spanien sind es immerhin mehr als ein Viertel der Social-Media-Nutzer, in Deutschland hingegen nur jeder siebte, der Fan oder Follower eines Unternehmens ist. Interessant ist, dass es "typische E-Mail-Länder" wie Deutschland, Frankreich und die Niederlande gibt, in denen ein Drittel nur per E-Mail oder Newsletter erreichbar ist. In Grossbritannien, Italien und Spanien hingegen haben Social Media denselben Stellenwert, weshalb sie in der Studie auch als "Multi-Channel"-Länder bezeichnet werden.

E-Mailer sind weniger "sozial"

Rund 90 Prozent der Befragten in Deutschland, Italien, Frankreich und den Niederlanden haben einen oder mehrere Newsletter abonniert. Nur in Grossbritannien und Spanien liegt der Anteil der Abonnenten etwas niedriger bei rund 70 Prozent. Die User zeigen allerdings wenig Bereitschaft, erhaltene Newsletter über Social Media-Dienste mit ihrem Netzwerk zu teilen. Hier haben nur die Twitter-User ein stärkeres Bewusstsein und benutzen dieses Feature deutlich häufiger. Auffällig ist, dass selbst die User von Social Media noch wenig Interesse an solchen Features zeigen. Nur in Italien (14 Prozent) und Frankreich (13 Prozent) haben über 10 Prozent solche Features schon einmal genutzt.

Facebook dominiert deutlich

Bei den Social Media dominiert Facebook klar die Märkte in den untersuchten Ländern. Nur in Holland setzt sich mit einem Anteil von 80 Prozent das heimische Netzwerk Hyves durch. Im Gegenzug weist Deutschland eine besonders hohe Fragmentierung durch parallele Netzwerke auf. Neben Facebook (60 Prozent) sind bei Social Media-Nutzern auch die VZ-Netzwerke (50 Prozent) und Wer-kennt-wen (36 Prozent) stark vertreten.

Quellen: eCircle, pte

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| Artikel drucken Drucken | 27.12.2010 18:08

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