Kinder beeinflussen Kaufverhalten

Shopping Cart for Children
Kinder beeinflussen das Kaufverhalten der Eltern. (Wikimedia Commons)

Gehen Eltern mit ihren Kindern im Supermarkt einkaufen, setzen sich die Kinder in den allermeisten Fällen mit ihren spontanen Einkaufswünschen durch. Die Eltern nehmen jedoch nur jeden zweiten Spontankauf wahr, der auf Drängen ihrer Kinder geschieht. Zu diesem Schluss kommt die Studie «Children's influences on in-store purchases» österreichischer Forscher, die im «Journal of Retailing and Consumer Services» veröffentlicht wurde.

Für die Studie wurden 178 Eltern beobachtet, wie sie mit ihren Kindern in den Supermarkt gingen. Dabei kamen Methoden der teilnehmenden Beobachtung zum Einsatz: Geschulte Beobachter, die sich selbst als Kunden mit Einkaufswagen ausgaben, verfolgten das Einkaufsverhalten der Eltern mit Kindern. Nach dem Bezahlen an der Kassa wurden die Eltern von Interviewern befragt, wie viele der Käufe auf Wunsch ihrer Kinder geschehen waren.

«In der Studie veranlassten sie den spontanen Kauf von bis zu zehn Artikeln. Dieser subtilen Einfluss auf Kaufentscheidungen wird jedoch von den Eltern kaum bemerkt», so Studienleiter Claus Ebster von der Universität Wien.

Verlockungen am POS

Eltern geben den kindlichen Kaufwünschen am ehesten bei Spielzeug, Süssigkeiten und Obst nach - bei Produkten, die sich am Point of Sale (POS) verwenden oder konsumieren lassen und die Kinder während des weiteren Einkaufs beschäftigen. Kinder reagieren in ihren Wünschen hingegen auf alles, was ins Auge springt. Hersteller und Retailer sind sich dessen natürlich bewusst. Für Kinder interessante Artikel werden in den Regalen meist auf deren Augenhöhe angeordnet. Auch die Cartoons auf den Frühstücksflockenpackungen kommen nicht von ungefähr.

Quelle: pte

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| Artikel drucken Drucken | 24.03.2009 14:47

Martina Meyer on 25.03.2009 15:52

Wirklich bahnbrechende neue Erkenntnisse!

J.v.Lensing on 07.04.2009 16:12

Hallo Herr Gisiger !

Interessante Untersuchung.

In der Veröffentlichung von Atkin 1978 " Observation of Parent-Child Interaction
in Supermarket Decision-Making" gibt es ebenfalls eine ganze Menge Interessantes zu erfahren:

So konnte man herausfinden, welche Art der Beeinflussung am wirksamsten ist:

Kinder die fordern kamen fast dreimal häufiger zu Ihrem Recht als Kinder die bitten.

Gruß
J.v.L.

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