Soziale Organisationskommunikation

New technology

Auf viele Menschen üben Communities und Seiten wie die Wikipedia eine grosse Faszination aus. Nicht nur die passive Nutzung solcher Angebote ist gross, sondern auch die Zahl derer, die sich aktiv an Social Media-Seiten beteiligen, nimmt zu. Ein Grund dafür ist vor allem die einfache Handhabung und die Offenheit der Technologie, die dahinter steht. Soziale Medien vermitteln dem User das Gefühl, Teil des Ganzen zu sein und Mitverantwortung zu tragen. Daher eignen sich soziale Medien meiner Meinung nach besonders auch für die interne Kommunikation in Unternehmen. Das Einbinden der Mitarbeitenden in den Kommunikationsprozess hilft mit, den vielbeschworenen Credibility Gap - also die Differenz zwischen den beiden Selbstbildern «Wie bin ich?» und «Wie will ich sein?» - zu verkleinern.

Die klassische Organisationskommunikation (ich ziehe diesen Begriff dem der Unternehmenskommunikation vor, da alle Organisationen vor denselben Herausforderungen stehen wie die Unternehmen) geschieht Top-Down. Der produktive Einsatz von Social Media-Technologien wie Wikis oder Blogs können hier zu einem Partizipationsschub führen, der mit der Top-Down-Kommunikation bricht und den Weg ebnet für einen kollaborativen Umgang. Dadurch wird die Teilhabe an der Organisation einfach(er), unmittelbar(er), offen(er) und somit auch für den Einzelnen «erlebbarer». Die interne Anspruchsgruppe der Mitarbeitenden ist nicht mehr nur Empfänger der Nachricht, sondern zugleich auch Sender. Mittel- bis langfristig kann die Integration sozialer Medien ihren Teil dazu beitragen, die starren hierarchischen Strukturen aufzulösen und in eine Netzwerkorganisation zu überführen.

Properties of the 2.0 Generation
(zdnet.com)

Ökonomische Relevanz

Ökonomisch betrachtet sind vor allem jene Techniken interessant, die sich einfach und damit auch kostengünstig in die laufenden Prozesse einbinden lassen. Sozale Medien sind nutzerzentriert und eifach in der Anwendung. Zudem lassen sie sich schnell und dynamisch an die Bedürfnisse der einzelnen Organisationen anpassen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich nahezu alle Softwarehersteller beeilen, ihren Groupware-Lösungen auch kollaborative Erweiterungen hinzuzufügen. Als Beispiel sei hier IBM mit Lotus Connections genannt (s. dazu auch das Dossier Web 2.0 goes Enterprise in der «InfoWeek.ch» 09/2007).

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| Artikel drucken Drucken | 14.08.2007 12:32

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