Social Media-Strategie: Der Anfang

World Wide Community
Eine Strategie für eine weltweite Community. (stock.xchng)

Mit diesem Beitrag möchte ich eine neue Serie beginnen, in der ich beschreibe, was es so alles braucht, um sich eine Social Media-Strategie zu geben. Dieser erste Post ist so etwas wie ein kleines Aufwärmtraining. Er soll aufzeigen, was es alles braucht, bevor man überhaupt mit dem Planungsprozess beginnen kann. Dieser und die folgenden Beiträge befassen sich übrigens nicht damit, wie man ein Konzept verfasst. Das haben andere bereits ausführlich getan.

Das Ziel vor Augen

TargetDie Strategie ist nicht das Ziel. Sie umschreibt vielmehr den Weg, den man einzuschlagen gedenkt, um das Ziel zu erreichen. Als erstes muss man sich also im Klaren sein, was man mit sozialen Medien überhaupt erreichen will. Am besten beginnt man also damit, den gewünschten Endzustand zu beschreiben und formuliert daraus einige Ziele. Hier dazu einige Beispiele:

  • Kundenstamm vergrössern
  • Verkäufe ankurbeln
  • Bekanntheitsgrad steigern
  • Neue (Verkaufs-)Kanäle eröffnen
  • Externe/interne Kommunikation verbessern
  • Meinungsführerschaft aufbauen
  • ...

Wie man Ziele richtig formuliert, wird hier beschrieben.

Einige Kernfragen

Nachdem man sich nun einig geworden ist über den Endzustand und die dazugehörigen Ziele, sollte man sich vor der Weiterarbeit noch einige Kernfragen stellen:

  • Sind meine Kunden wirklich online? Natürlich ist heute fast jedermann online - aber wird mein Produkt, meine Dienstleistung auch online nachgefragt?
  • Welches ist meine Geschichte, die ich online erzählen will?
  • Bin ich bereit (und fähig) mit negativen Reaktionen umzugehen? Social Media-Tools wie zum Beispiel Blogs ermöglichen es auch unzufriedenen Kunden, sich ungehindert zu äussern. Ist meine Firmenkultur bereit dazu?
  • Wie gross ist meine Risikobereitschaft? Bin ich bereit, Experimente einzugehen?
  • Wie lange will ich es versuchen? Welches ist mein Zeithorizont?
  • Wieviele Ressourcen will ich aufwenden und wie lässt sich die Social Media-Strategie in das bestehende Arbeitsumfeld integrieren?
  • Wie will ich die Resultate - also die Zielerreichung - messen?

Den Weg vorzeichnen

StrategyDie Strategie ist also der Weg zum Ziel. Dieser Weg muss also vorgezeichnet werden, damit die Ziele erreicht werden können - Wohin wollen wir und wie kommen wir dorthin? Beginnen wir mit dem «Wie»:

  • Zuhören: Es braucht mindestens ein rudimentäres Monitoring. Was wird da draussen über mich verbreitet?
  • Kommunizieren: Alles beginnt mit einer Kommunikationsplattform, um die Konversation zu starten. Dafür bestens geeignet ist ein eigener Blog.
  • Methoden: Um zu kommunizieren, muss man wissen, welche Inhalte man verbreiten will. Es braucht also einen definierten Inhalte-Mix, um den herum man den Workflow aufbauen kann.
  • Community: Eine Social Media-Strategie richtet sich zwangsläufig an mindestens eine Community. Wen muss ich wo und wie erreichen, um eine eigene Community rund um mein Produkt, meine Dienstleistung aufbauen zu können?
  • Nachbarn: Aktive Beteiligung an den Konversationen anderswo. Kommentieren und teilen.
  • Aussenposten: Auf bestehenden Social Networks lassen sich oftmals eigene kleine Communitys aufbauen (zum Beispiel auf Facebook oder Xing), die sich ideal dazu eignen, mit den Zielgruppen ins Gespräch zu kommen.
  • Marktplatz: Wenn es in der Strategie darum geht, Geld zu verdienen, dann muss selbstverständlich eine geeignete Plattform dazu aufgebaut werden. Wichtig: Diese Plattform getrennt von den Social Media-Aktivitäten implementieren.
  • Aufmerksamkeit: Wie errege ich Aufmerksamkeit für mein Produkt, meine Dienstleistung? Welche Kanäle eignen sich dazu?

Mehr über das Community-Building findet sich hier. Wie man mit Social Media erfolgreich ein eigenes Produkt oder eine eigene Dienstleistung bewirbt, kann man hier nachlesen.

Buchempfehlungen

Wie geht es weiter?

Im nächsten Teil der Serie werde ich beschreiben, wie man für eine Social Media-Startegie Ziele aufstellt und diese auch misst. Der dritte Beiträg wird sich dann mit der Planungsphase befassen.

» Weiter zum zweiten Teil

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| Artikel drucken Drucken | 25.06.2008 09:52

norman on 03.08.2008 12:36

Die Stichpunkte sind aus welchem Marketing-Grunstudiumslehrbuch (ich kann mich nicht erinnern)?
Kleiner Spaß, gut aufs Internetbusiness eingegangen.
Warum eigentlich Marktplatz und Social Media getrennt voneinander implementieren?

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