Wir Leben Mehr*

Werbetrends 2009Werbetexter setzen seit einiger Zeit auf ein Wir-Gefühl, neuerdings wieder gewürzt mit einer kräftigen Prise Englisch und garniert mit Kunstwörtern. Zu diesem Schluss kommt die Studie «Werbetrends 2009» von Slogans.de, die in Zusammenarbeit mit dem Trendbüro in Hamburg entstanden ist. Insgesamt 5'196 in den Jahren 2004 bis 2008 neu eingeführte Werbeslogans aus 35 Branchen wurden für die Studie statistisch ausgewertet. Dabei dominieren Begriffe aus den Bereichen Gemeinschaft, Qualität, Performance und Optimismus. Damit will die Werbung empathisch wirken, soziale Verantwortung signalisieren (suggerieren?) und insgesamt glaubwürdiger werden.

Das zumindest behaupten die Studienautoren. Neben dem Gemeinschaftssinn wollen die Slogans aber auch Heimatgefühle vermitteln, motivieren und Mut machen. Der Wunsch nach mehr Partizipation und Verantwortungsgefühl zeigt sich an der Häufung von Begriffen wie «gemeinsam» und «wir». Während in den letzten Jahren ein Trend hin zu deutschsprachigen Slogans zu erkennen war, kehrt nun die englische Sprache als internationales Bindeglied zurück. Das englische Wort «We» rangiert dieses Jahr erstmals in den Top-15 der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbeslogans. Die Kunstwörter werden schliesslich eingestreut, um Kreativität zu beweisen (vorzutäuschen?).

Wordle: Slogans.de Top-25

«Geiz ist (nicht mehr) Geil»

Eine weitere wichtige Entwicklung in der Werbesprache ist der Verweis auf Qualität. Nach der «Geiz ist Geil»- und Premium-Phase zeigt sich heute eine Rückbesinnung auf Authentizität, Güte und ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis. So ist der Anteil an Markenslogans mit konkreten Qualitätsversprechen von 9.5 Prozent in 2004 auf 28.8 Prozent in 2008 stark angestiegen.

*Der Titel ist übrigens die simple Aneinanderreihung der Top-3 der meistverwendeten Wörter 2008/09.

Quellen: persoenlich, w&v

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| Artikel drucken Drucken | 05.05.2009 17:58

dicklein on 05.05.2009 20:16

Geht in der Werbung nicht einzig und allein um die Abgrenzung vom Mitbewerber? Da kann doch (fast) jedes mittel recht sein. Ob nun über die Qualität, den Preis, das Image oder was es sonst noch so für tolle Marketinginstrumente gibt. Entscheidend ist und bleibt in jedem Fall, dass eine erkennbare Abrenzung erfolgt.

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