Werbemarkt: Klotzen, nicht jammern

Sie brummt wieder, die Werbebranche in Deutschland. Das spüren auch die klassischen Medien: Laut Nielsen Media Research stiegen die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien im ersten Halbjahr 2007 auf 10.1 Mia. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreshalbjahr entspricht das einem Plus von 4.5 Prozent bzw. 434 Mio. Euro. Analog der Entwicklung im ersten Quartal 2007, konnten mit Ausnahme der Publikums- und Fachzeitschriften die anderen klassischen Medien im ersten Halbjahr ihre Bruttowerbeumsätze steigern. Die höchsten Werbeumsätze verbuchte erneut das Fernsehen.
Das stärkste Werbewachstum weist mit einem Plus von 107 Mio. Euro die Auto-Branche auf - das entspricht einer Steigerung von 14.8 Prozent auf 832 Mio. Euro. Weniger Werbeaufwendungen wurden von der Telekommunikationsbranche getätigt: Mit einem Minus von knapp 21 Mio. Euro (5.1 Prozent) senkten die Telekommunikationsunternehmen ihre Werbeinvestitionen auf 383 Millionen Euro.
Die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien verbuchte erneut die Fernsehwirtschaft mit 4.2 Mia. Euro (+ 6.7 Prozent). Danach folgen Tageszeitungen mit gestiegenen Werbeeinnahmen von 3.2 Prozent auf 2.7 Mia. Euro, Publikumszeitschriften (2 Mia. Euro, minus 0.6 Prozent) und Radio (645 Mio. Euro, + 7.5 Prozent). Die Einnahmen der Plakatwerbung wuchsen um 17.1 Prozent auf 381 Mio. Euro, die der Fachzeitschriften sanken auf 222 Mio. Euro (minus 1.1 Prozent).
Ja, nee, is' klar: Wenn das Web 2.0 nicht bald abgeschaltet wird, gehen die klassischen Massenmedien bald alle Konkurs. Oder doch nicht?
Quelle: text intern
Die Medienmitteilung von Nielsen findet sich hier als PDF.
» Drucken 11.07.2007 17:18
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