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Neues Leben für Aussenwerbung

Minority Report
Wie im Film: bewegte Aussenwerbung (cyberpunkreview.com)

Die Aussenwerbung ist wohl das älteste Instrument der Marketingkommunikation. Aber dieses alte Medium ist - anders als andere - nicht vom Verschwinden bedroht. Im Gegenteil, neue Technologien wie Wireless (zum Beispiel Bluetooth) oder digitale Videos hauchen der klassischen Aussenwerbung neues Leben ein. Dies schlägt sich auch in den Werbeausgaben nieder. eMarketer prognostiziert für die Aussenwerbung in den USA ein solides Wachstum bis 2011. Zudem wird sich die Aussenwerbung auf dem zweiten Platz hinter der Online-Werbung festsetzen.

US Outdoor vs. Online Ad Spending 2006-2011

Laut dem Report werden die Ausgaben für Aussenwerbung in den USA von aktuell 7.4 Mia. Dollar auf 10.2 Mia Dollar im Jahr 2011 wachsen. Die Konsumenten und ihr Medienkonsum splittet sich in immer kleiner werdende Anspruchsgruppen auf. Während sich die meisten klassischen Instrumente schlecht anpassen können, ist die Aussenwerbung davon wenig betroffen. Plakate sind anders als zum Beispiel TV und Radio unabhängig vom Medienkonsum. Dabei lernen die Plakate nicht nur Sprechen, sondern auch Gehen. Fallende Preise bei Flachbildschirmen in Kombination mit neuen Technologien wie Wireless und IP-Video treiben die Aussenwerbung mit bewegten Bildern an.

US Outdoor Video Ad Spending 2006-2011

«Minority Report» (Film | Buch) lässt grüssen:

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» Drucken 21.12.2007. 10:17

LD on 21.12.2007. 17:41

Also wenn es mir künftig so ergeht wie dem armen John Anderton und ich mit jedem Schritt derart massiv zugespamt werde, dass mir gleich der Kopf platzt, wäre das für mich ein Grund zuhause zu bleiben oder zumindest die urbane Welt zu meiden. Bereits heute bin ich auf gewissen Buslinien, in der Postschalterhalle, am Kiosk und an immer mehr Orten der Reizüberflutung durch immer günstiger werdende Flachbildschirme ausgesetzt. Ich liebe gut gemachte Werbung und habe meine wahre Freude daran. Aber in einer Welt der "Stalking Ads" will ich nicht leben.

Es gibt Distanzzonen (intim, persönlich, gesellschaftlich, öffentlich), die in jeder Kultur zwar ein bisschen unterschiedlich aber dennoch stets heilig sind. Diese Zonen zu verletzen, ist ein Sakrileg und erzeugt Agressionen und Stress. Jemandem unerlaubt Werbung auf sein Handy zu schicken, ist z.B. solch ein Sakrileg. Wir leben bereits heute in einer Welt der Reizüberflutung. Ich glaube nicht, dass da noch mehr Aussenwerbung Platz hat. Viele Werbefuzzies kennen keine Distanzzonen und sind glücklich, solange sie nur provozieren können. Wer aber andere anpöbelt, macht sich damit keine Freunde. Das gilt auch für die Aussenwerbung.

gis on 23.12.2007. 00:19

Ja, was die Distanzzonen angeht, hast Du absolut recht. Auch was die Provokationen um der Provokation willen angeht.

Andererseits möchte ich einwerfen, dass die Diskussionen um zuviel Werbung schon sehr alt sind. Bereits zu Zeiten der guten alten Email-Schilder wurden diese geführt. Alles eine Frage der eigenen Perspektive... ;)

LD on 26.12.2007. 21:49

Über Werbung könnten wir sicher stundenlang lamentieren ... :-) Mit Werbebotschaften ist es ein bisschen wie mit Medizin und Delikatessen: alles zu seiner Zeit in der richtigen Dosierung ist wunderbar. Aber gleich 1 kg "foie gras" auf einmal verdrücken zu müssen, gibt massive Verdauungsprobleme. Guten Rutsch!
Gruss, LD

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