Kameras für eine höhere Messbarkeit

Billboars in Austria
Kameras sorgen für grössere Messbarkeit bei Plakatwerbung. (gewista.at)

Online-Werbung bietet gegenüber den traditionellen Werbeformaten einen entscheidenden Vorteil: Die Wahrnehmung durch die Rezipienten, also die potenziellen Konsumenten, ist klar messbar. Dies soll sich nun ändern. In Amerika arbeiten einige Technologieunternehmen daran, diese Messbarkeit zumindest auch für Plakatwände (Billboards) herzustellen. Bislang konnte die Wirksamkeit der Plakatwände kaum deutlich gemacht werden und ging über ein simples, zahlenmäßiges Erfassen der Vorbeigehenden nicht hinaus.

Die Unternehmen statten dazu die Billboards mit den kleinen Kameras aus, die Details von den Passanten aufzeichnen. Infolge kann dann die Verweildauer jedes einzelnen sowie Geschlecht und ungefähres Alter festgestellt werden. Die Firmen weisen in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass sie keine Daten speichern und die Privatsphäre der Menschen nicht beeinträchtigt wird. Die Kameras würden genutzt, um zu ermitteln, ob eine Person vor einem Plakat steht. Daraufhin würden die Gesichtszüge der Person analysiert, um Alter und Geschlecht festzustellen, so die Erklärung der Unternehmen. Ethnische Merkmale erfasse man derzeit nicht, es sei jedoch in Zukunft ebenfalls denkbar. Ziel sei es, digitale Displays auf die jeweilige Person zuzuschneiden, die vor dem Billboard steht.

Und wieder grüsst «Minority Report».

Quelle: pte

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| Artikel drucken Drucken | 11.06.2008 11:06

LD on 11.06.2008 23:09

Ich mag gut gemachte Werbung, bin also kein grundsätzlicher Werbeverweigerer. Aber bei solchen Szenarien wird's mir wirklich schlecht. Werden wir uns künftig vermummen müssen, um nicht von Werbekameras beobachtet und überwacht zu werden?

Auf den ersten Blick sieht mir das nach einem Abfall- bzw. Nebenprodukt der Terrorüberachungssoftware in Flughäfen und Bahnhöfen aus.

Hast Du einen Link mit mehr Infos dazu? Bei gewista.at konnte ich nichts finden.

gis on 12.06.2008 07:34

Ja, hier noch der Link zu einem NY Times-Artikel (inkl. Korrigenda) zum Thema.

Auch wenn es in meinem Post vielleicht nicht deutlich zum Ausdruck kam, ich persönlich bin auch nicht wirklich begeistert davon. Und mit dem "Abfallprodukt" liegst Du wohl richtig.

LD on 12.06.2008 16:25

Danke für den Link! Ich glaube, Dein Schlusskommentar "Und wieder grüsst «Minority Report»" war deutlich genug.

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