Dem Trend hinterher 2

Alles öko? (stock.xchng)
Nicht nur die Verlagshäuser springen auf den Umwelt-Trend auf, auch die Werbewirtschaft entdeckt Umweltbewusstsein als neues Asset. Schliesslich ist Umweltschutz derzeit ein vieldiskutiertes Thema und stark in der Öffentlichkeit präsent. Wie der englische «Independent» berichtet, stellen Werber den ökologischen Aspekt von Produkten stärker in den Vordergrund. Doch nicht nur bei Produktvermarktung wird verstärkt auf Ökologie gesetzt, auch Prominente und Politiker springen auf den Zug auf und geben sich umweltbewusst. Man denke nur an die Bundesräte und ihre Hybrid-Autos. Für Werbeagenturen ist die allgegenwärtige Diskussion um globale Erwärmung ein gefundenes Fressen. Umweltschutz ist eine Idee, die weltweit verankert ist und so kann Werbung, die auf dieses Thema setzt, ein sehr breites Publikum ansprechen.
Nur im oberen Segment
Vor allem Produkte für gehobene Käuferschichten präsentieren sich in der Werbung von ihrer umweltfreundlichen Seite. Auch Autohersteller, die bislang von Umweltschutz wenig wissen wollten, geben sich nun als Vorreiter der ökologischen Nachhaltigkeit. So hat der schwedische Autohersteller Saab, der zu General Motors gehört, nun ein Bio-Auto auf den Markt gebracht. Im Werbespot soll mit Delfinen und Schmetterlingen das Umweltbewusstsein der potenziellen Käufer angesprochen werden.
Aber eines gilt es zu beachten: Öko-Kampagnen haben nur eine begrenzte Reichweite. Vor allem Menschen aus der Mittel- und Oberschicht machen sich Gedanken über Umweltschutz, da es ihnen selten an grundlegenden Gütern fehlt. Ausserdem ist es zu einer Prestigefrage geworden, möglichst umweltfreundlich zu leben, und zwar deshalb, weil es ein Mittel ist, sich von jenen abzugrenzen, die nicht nach solchen Prinzipien leben (siehe z.B. hier bei «Polylux»). Bobos go green, sozusagen.
Quellen: pte, Independent
|
Drucken | 01.05.2007 11:51
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.
Kommentar schreiben