Wer den Film «Minority Report» gesehen hat, der kennt sie, die sprechenden Plakate, die den Passanten persönlich ansprechen. Dies ist so technisch heute noch nicht machbar, aber es gibt sie bereits, die «sprechenden Plakate». Die deutsche Ströer Aussenwerbung hatte an Bahnhöfen, S-Bahn- und U-Bahnstationen bereits mehr als 3'500 City-Light-Poster als so genannte Mobilepoints mit Infrarot-Schnittstellen ausgestattet. Richtet man sein Handy auf den leuchtenden Mobilepoint, erhält man eine SMS zugeschickt, die Werbebotschaften enthält, wie Einkaufsgutscheine, elektronische Flyer oder Gratis-Klingeltöne.
Die meisten dieser Plakate wurden mittlerweile auf Bluetooth umgerüstet (siehe hier), denn die Infrarotschnittstellen waren nur zur Übertragung geeignet, wenn man das Handy direkt an dieses Plakat hielt. Ausserdem lassen sich mit Bluetooth auch grössere Datenmengen übertragen - etwa Filmtrailer oder Musikdateien.
Wenn man dieses Thema weiterdenkt, gelangt man zwangsläufig zum «sprechenden Plakat»: Statt einer SMS wird ein Anruf aufgebaut, der spezifische Angebote offeriert und eine direkte sprachliche Interaktion erlaubt. Daran wird bereits gearbeitet. Dabei wird es sicherlich auch ein Ziel sein, eine Wiedererkennung über alle Kontaktkanäle zu erreichen - von der Telefon-Warteschleife über die Mailbox der Mitarbeiter bis hin zum Fernseh-Werbespot. Die schöne neue Werbewelt.
Quelle: pte
» Drucken 15.05.2007. 08:26
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Kommentar schreiben