Verlage: Going Social Media

Newsseiten und Webseiten von Zeitungen profitieren von der Einbindung von Social Media-Angeboten. Die BBC zum Beispiel arbeitet derzeit an einem Totalumbau ihrer Nachrichtenseite und will sogar einen eigenen Social Media-Redakteur beschäftigen. Dass sich das Einbinden von Social Media auszahlt, beweist die Huffington Post. Der Start eines Social News-Angebotes mit Facebook Connect brachte dem populären Blogportal einen kräftigen Traffic-Zuwachs. Dies geht aus den Nielsen-Zahlen vom September hervor.
Wie Eric Hippeau, CEO bei der Huffington Post, in einem "Guardian"-Interview verriet, brachte der von Facebook kommende Besucherstrom innerhalb eines Monats 3.5 Mio. Visits. Insgesamt kämen nun 15 Prozent aller Kommentare von Facebook-Usern. Hippeau geht zudem von einer weiteren Steigerung aus. So kam die HuffPo laut Nielsen im September mit insgesamt 9.5 Mio. Unique Usern sogar auf einen höheren Traffic als die BBC mit 7.2 Mio. Im Jahresvergleich konnte die Seite um gut 50 Prozent zulegen.
Das Ende der Gatekeeper
Mehr und mehihr setzt sich also doch die Einsicht durch, dass die klassische Gatekeeperfunktion von Journalisten überholt ist. Immer wichtiger wird für die Nutzer, was Freunde lesen und empfehlen. Die "New York Times" experimentiert daher zum Beispiel mit dem Projekt "TimesPeople". Ähnlich wie bei der Huffington Post verbindet der Service die Leser direkt miteinander. Wer sich als User registriert kann Artikel mit anderen teilen und Empfehlungen abgeben.
Quellen: nyt, nielsen, pte, guardian
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Drucken | 26.10.2009 17:54
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