Social Media und Kaufentscheid

Shopping

Konsumenten fällen ihre Kaufentscheide immer häufiger aufgrund von Informationen, die sie auf Shopping Webseiten, Blogs oder Social Networks finden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Ketchum in Zusammenarbeit mit dem Annenberg Strategic PR Center der University of Southern California. Gleichzeitig verlieren die klassischen Massenmedien, allen voran das Fernsehen, an Einfluss auf die Kaufentscheide. Die Studie «US Media Myths & Realities» wurde nach 2006 und 2007 zum dritten Mal durchgeführt.

Shopping Webseiten, deren Nutzung sich seit 2006 mehr als verdoppelt hat, werden dank Web 2.0 immer mehr zu Informationsplattformen, wo sich Konsumenten Informationen von anderen Konsumenten abholen. Von allen Befragten, die solche Seiten nutzen, gaben 44 Prozent an, sie würden Kundenrezensionen und -kommentare lesen. Fast ein Viertel aller Befragten (24 Prozent) gaben zudem an, Blogs zu konsultieren. Dies entspricht einer Zunahme um 13 Prozent seit 2006. Social Networks werden von 26 Prozent zwecks Informationsbeschaffung frequentiert (ein Plus von 17 Prozent gegenüber 2006).

Fernsehen verliert an Einfluss

Gleichzeitig sank der Anteil der Befragten, die für ihre Informationsbeschaffung nationale TV-Networks konsultieren von 71 Prozent (2006) auf 65 Prozent. Die Nutzung von lokalen TV-Sendern für diese Zwecke sank seit 2006 sogar um 12 Prozent auf 62 Prozent. Die Nutzung von Suchmaschinen hingegen blieb bei rund 60 Prozent in den letzten drei Jahren stabil.

Neue Taktiken für Marketing und Produkte-PR

Für Gur Tsabar, VP Interactive Strategies and Search Marketing bei Ketchum, bedeutet dies, dass sich Marketing und PR auf neue Strategien einstellen müssen:

There are new skills involved, and there are new ways to insert clients into conversations that are going on across the Web. The old job was talking to an editor or reporter, but it now includes that and also blogger relations and counseling companies on how to insert their points of view on social networking sites.

Tsabar nannte aufgrund der enormen Bedeutung von Suchmaschinen Google auch die weltgrösste Publikation (the world's largest publication).

Für die Studie wurden im September und Oktober 2008 1'000 erwachsene US-Bürger befragt. Davon 200 so genannte «Influencers» und 500 Marketing- und PR-Profis.

Quelle: PRWeek

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| Artikel drucken Drucken | 19.01.2009 09:57

Gorden on 19.01.2009 12:33

Trotzdem sind Werbespots im Fernsehen nach wie vor sehr effektiv. Grundsätzlich stimmt die Richtung aber. Netter Gedankengang.

lg
Gorden

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