Social Media kaum im Marketing-Mix

Social Media werden noch kaum berücksichtigt. (stock.xchng)
Gemäss einer Studie von Epsilon, einer us-amerikanischen Beratungsfirma, betrachten die Marketingleiter (Chief Marketing Officers, CMO) der führenden Brands in den USA Social Media noch nicht als Teil ihres Marketing-Mixes. Dies trotz dem eindrücklichen Wachstum von Facebook und MySpace seit 2003. Aus der Studie geht hervor, dass ganze 33 Prozent der Verantwortlichen Social Media überhaupt nicht in Betracht ziehen und 22 Prozent nur mässig daran interessiert sind. Nur gerade zehn Prozent gaben an, Social Media bereits zu berücksichtigen. Ironischerweise gaben jedoch 27 Prozent an, Social Networks seien in Zeiten des Sparens eine interessante Alternative.
Foren, Podcasts, Blogs und E-Mail hingegen sind weiterhin die erste Wahl bei den befragten Verantwortlichen. Fast die Hälfte sind interessiert an E-Mail und viele gaben an, dies sei der Kanal, bei dem am wenigsten gespart werden wird. Auch in Deutschland stellt sich die Situation offenbar ähnlich dar, die Unternehmen warten noch ängstlich zu.
Es fehlt an funktionierenden Geschäftsmodellen
Social Media liegen im Trend. Allerdings hat noch niemand den heiligen Gral in Form eines passenden Geschäftsmodells für Werbung darin gefunden. Facebook und MySpace schalten derzeit nur Bannerwerbung auf ihren Seiten und erinnern darin stark an Suchmaschinen wie Google. Twitter hingegen hat noch gar keine passende Werbeform gefunden.
Bei Suchmaschinen erwarten die Nutzer Werbung rechts und oben auf der Seite. In Social Networks hingegen dreht sich alles um die Community. Es geht darum, sich mit Bekannten zu vernetzen und auszutauschen. Dieses sehr fokussierte, manchmal sogar egozentrische Nutzerverhalten bedingt neue Wege und Techniken zur Ansprache der potentiellen Kunden. Hier liegt vielleicht die grösste Herausforderung für die Branche im neuen Jahr. Auch das Web 2.0 wird die Krise zu spüren bekommen.
» Drucken 10.12.2008 09:49
Oliver Springer on 12.12.2008 15:57
Was mich dabei ein wenig wundert: Heißt es sonst nicht auch immer, Foren seien für Werbung kaum nutzbar, die Werbetreibenden seien nicht daran interessiert, in Foren zu werben?
An sich bieten Social Networks allerbeste Möglichkeiten, sehr zielgerichtet und damit kaum störend zu werben. Es kann immerhin sehr stark differenziert werden, wer welche Werbung zu sehen bekommt.
Das Problem sehe ich ganz wesentlich darin, den Usern zu vermitteln, dass speziell auf die jeweilige Person zugeschnittene Werbung keinen Ausverkauf von persönlichen Daten bedeutet.
Die Probleme liegen ganz woanders, nur verstehen zu viele User das nicht. Hier müsste angesetzt werden.
Ich sehe allerdings nicht, dass dieses Problem entschlossen angegangen wird.
LD on 17.12.2008 17:17
Vielleicht sollte mal jemand ein Forum um die Werbung herum bauen, anstatt mit unerwünschter Werbung in Foren eindringen zu wollen.
@Oliver: Für speziell auf eine Person zugeschnittene Werbung muss man viele persönliche Dinge über diese Person in Erfahrung bringen und dringt dabei oft und gerne in die Privat- und Intimsphäre ein. Wo siehst Du denn die eigentlichen Probleme? Kannst Du diesbezüglich etwas konkreter werden?






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