
Old Media und ihre Blogs (nyt)
Man findet heute kaum mehr einen Webauftritt einer Zeitung, eines Magazins oder eines anderen Vertreters der Old Media, auf dem nicht irgendwo mindestens ein Blog zu finden ist. Dort bloggen dann Reporter, Kolumnisten, Kritiker und andere Vorzeige-Journalisten. Auf den Blogs erhalten diese die Gelegenheit, ihren täglichen Output mit eher informellen Beiträgen zu ergänzen. Und dabei bleibt es auch, wie mehrere Studien aus den USA belegen: 95 % der Top 100-Zeitungen in Amerika unterhalten Blogs für ihre Journalisten. Bei den Magazinen sind es noch 58 Prozent (The Bivings Group). Journalisten bloggen jedoch nicht, um weitere Nachrichten zu platzieren, sondern um den Kontakt mit den Lesern zu pflegen und die Konkurrent zu beobachten.
In einer Befragung durch PR Week, PR Newswire und Millward Brown gaben rund 58 Prozent der amerikanischen Journalisten an, sie würden ihre Blogs dazu benützen, um die Stimmung (sentiment) ihrer Leser zu erfahren. 51 Prozent wollen über Blogs herausfinden, wie die Konkurrenz über ein Ereignis berichtet. Weniger als 30 Prozent hingegen benutzen Blogs als Quellen für neue Geschichten.

Ein Blogpost von Bivings aus der Researchphase zur erwähnten Studie belegt, was ich bereits auch beobachten konnte: Old Media ist zwar kräftig auf den Blogtrend aufgesprungen, aber es hapert in der Umsetzung. So werden die viele Blogs aufgeschaltet, diese veröden aber nach kurzer Zeit wieder. Den Journalisten vergeht offenbar schnell die Lust am Bloggen.
Quelle u.a.: eMarketer
» Drucken 16.06.2008. 10:02
Benedikt on 16.06.2008. 11:57
Mich würde interessieren, was genau unter "use blogs" in der PR-Week-Befragung gemeint ist. In dem PR-Week-Artikel bleibt das auch vage:
Journalists are also turning to social networking sites and blogs to supplement their news coverage or find sources.
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