Innovativer mit Social Software

Nach wie vor wird der Nutzen von Social Software-Anwendungen kontrovers diskutiert. Die einen behaupten, Wikis, Blogs oder Social Networks würden die Angestellten von der Arbeit ablenken. Andere - und dazu gehöre auch ich - sehen Social Software als einen wichtigen Impulsgeber für den Unternehmenserfolg. Letzteres belegt nun eine Untersuchung am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim. Sie belegt, dass Dienstleistungsunternehmen, die Social Software-Anwendungen einsetzen, innovativer sind als Firmen, die dies nicht tun (ZEW Discussion Paper 09-046).
Die Untersuchung basiert auf Daten von 505 Informations- und Kommunikationsdienstleistern sowie wissensintensiven Dienstleistern wie Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Unternehmens-beratungen, Architekturbüros, Unternehmen für technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung.
Social Software vor allem im Wissensmanagement
Im Dienstleistungssektor bestehen Innovationen in der Differenzierung des Angebots oder in der Erschliessung neuer Kundengruppen und Marktsegmente. Da das Wissen, auf das ein Unternehmen zurückgreifen kann, eine wesentliche Triebkraft für Innovationen ist, kommt genau hier das Potenzial von Wikis, Blogs oder sozialen Onlinenetzwerken zum Tragen.
Diese Anwendungen werden von den Unternehmen vor allem im Wissensmanagement und bei der Vernetzung mit Kunden und Lieferanten eingesetzt. Social Software kann also den Zugriff von Unternehmen auf internes und externes Wissen verbessern und sie dadurch in ihrer Innovationsaktivität unterstützen.
Allerdings sei ein grosser Teil der Dienstleistungsunternehmen noch nicht genug mit Social Software-Anwendungen vertraut, um diese produktiv zur Steigerung des Unternehmenserfolgs einsetzen zu können, gab das ZEW zu bedenken.
|
Drucken | 25.03.2010 19:18
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.
Kommentar schreiben