Im Netz der Nischen

Auf dem Markt behauptet sich nur, wer eine Nische besetzt. (stock.xchng)
Mit den Social Networks ist es so eine Sache. Der breite Markt ist durch die wenigen grossen Player wie Facebook, Xing und anderen bereits besetzt. Von den Problemen, ein geeignetes Geschäftsmodell zu finden, ganz zu schweigen. Was bleibt also? Wie ich hier in einem Gastbeitrag auf KoopTech bereits ausgeführt habe, eigentlich nur eines: Die Nische. Entweder die Networks formen ein Nischenangebot aus, oder sie werden auf lange Zeit keine Umsätze haben. Zu diesem Schluss kommt auch eine aktuelle Studie der Marktforscher von In-Stat. Umsätze kann man mit einem Nischenpublikum der Studie zufolge auch anders generieren als mit herkömmlichen Methoden.
Selbst in den USA erfüllen sich die blühenden Prognosen für soziale Netzwerke nicht. Die Studie verortet das Problem dabei bei der Tatsache, dass die SocNets alle dasselbe bieten, das heisst einen möglichst breiten Massenmarkt ansprechen wollen, und nicht spezialisiert sind. Für In-Stat ist jedoch klar: Wer sich nicht spezialisiert, wird nicht überleben. Je höher die Spezialisierung des Angebotes ist, umso genauer können die Zielgruppen angesprochen werden. Auch die Loyalität der Mitglieder gegenüber dem Netzwerk fällt dann höher aus, weil ganz bestimmte Interessen abgedeckt werden. So sollen sich, laut In-Stat, damit auch die Möglichkeiten für die Netzwerke erhöhen, profitabel zu sein.
Mehr als nur Premium-Angebote
Um Umsätze zu generieren gibt es mehr Möglichkeiten als nur kostenpflichtige Premium-Angebote. Diese werden laut der Studie sowieso von genau zwei Dritteln (66.6 Prozent) der Nutzer abgelehnt. Zu den Alternativen, die für soziale Netzwerke in Frage kommen, zählen Affiliate Marketing, der Verkauf virtueller Güter (wie zum Beispiel bei Facebook), Micropayments, Merchandising mit Fan-Artikeln und - aha! - Data-Mining. Schliesslich sammeln Netzwerke einen mehr oder weniger riesigen Berg an Daten über ihre Nutzer. In-Stat geht davon aus, dass sich 2012 92.2 Mio. Amerikaner in Social Networks tummeln werden. Bereits heute nutzen 16.7 Prozent der US-Bürger ihr Mobiltelefon zur Teilnahme an SocNets.
Quellen: ecin, in-stat
» Drucken 04.07.2008 12:27
Michael on 04.07.2008 20:01
Für viele Firmen sind die Erwartungen des Social-Media bis jetzt noch lange nicht erfüllt worden. Viele haben auch schon erkannt, dass Social-Media nicht die Früchte tragen wird, wir gewünscht. Bin gespannt wie sich der Markt noch entwickeln wird.
Johannes on 07.07.2008 10:52
Die Socialnets sind meiner Meinung nach eine große Chance für den kleinen Unternehmer. Wo sonst findest Du im Netz als Geschäftsmann mehr Kontakte?
Ich gehöre zu den 1/3 die gerne für ihr Socialnet bezahlen, mit den beschränkten FreeAccounts kann man seltenst viel anfangen.
Grüße aus Oberfranken
Johannes Frisch
(netjobbers.de)
gis on 08.07.2008 00:31
@Michael: Der Markt wird m.M.n. noch einiges hergeben - auch wenn nicht alle Erwartungen erfüllt werden können!
@Johannes: In der Tat, SocNets erleichtern das Networking ungemein.






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