Glossar IV: Projektmanagement

Noch ein weiteres Glossar entdeckt:

«Projektmanagement-Glossar» vom Projekt Magazin.

«Das Glossar erläutert kurz Fachbegriffe aus dem Projektmanagement und verwandten Disziplinen, wie dem Prozess- und Qualitätsmanagement. Es verweist auf vorhandene Normen, Richtlinien und Handreichungen.»

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» Kommentare (2) | 09.03.2007 08:26

Niederberger: Am liebsten beides

Niederberger: Am liebsten beidesEiner der Vorwürfe, die der heutigen "Spassgesellschaft" gilt, ist ihre Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Je mehr Möglichkeiten sich bieten, desto schwieriger wird es, "nein" zu sagen. Und doch ist es nötig. Lukas Niederberger zeigt in seinem philosophisch gefärbten Leitfaden, wie man anstehende Entscheidungen sinnvoll treffen kann.

Wir haben heute die Wahl zwischen unterschiedlichsten Lebensmöglichkeiten und doch nur ein Leben, das nicht ewig dauert. Was uns entspricht, dem eigenen Leben Sinn verleiht, ist nicht vorgegeben. Es entsteht Schritt für Schritt - mit jeder Entscheidung, die wir treffen. Jede Handlung gleicht einem Mosaikstein, der zusammen mit unendlich vielen anderen eines Tages das eigene Lebensbild ergeben wird.

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» Kommentare (0) | 08.03.2007 09:09

Jämmerliche Schweizer Verleger

Nüchtern und polemisch zugleich rechnet Kurt W. Zimmermann diese Woche in der «Weltwoche» mit den Schweizern Verlegern ab. In der Schweiz kontrollieren die Verleger nicht nur den Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt, sondern auch den Markt der Regional-TV und -Radios. Kommerziell sind sie jedoch mit letzteren nicht gerade erfolgreich: Nur gerade 3.5 % des Radiowerbemarkts. Darum haben sie nun die Vermarktung ausgerechnet an die staatliche SRG delegiert.

Hier beginnt das Sündenregister der Verleger:

«Es ist entsetzlich, welch jammervolle Rolle die Schweizer Verleger einmal mehr spielen. Einmal mehr verkaufen sie für ein paar lächerliche Millionen ihre Seele. Schweizer Verleger würden auch ihre Grossmutter an den Teufel verschachern, wenn ihnen dafür ein paar Batzen im Kasten klingen würden. Unternehmer zu sein, ist eine Haltung. Diese Haltung geht den Medienhäusern völlig ab. Es ist entsetzlich, wie die Verleger mit klebrigen Fingern nach staatlichen Geldern und Geschenken greifen. Sie nennen sich Unternehmer, in Wirklichkeit aber sind sie Kleinkrämer ohne jede unternehmerische Statur, Ethik und Ehre.»

In der Tat, es ist in der Schweiz wirklich jämmerlich, wie die privaten Medienhäuser am Tropf des Staates hängen. Gebührensplitting, subventionierte Zustellung und vieles mehr. Dass dies auch medienpolitisch bedenklich ist, wollen wir ausnahmsweise Aussen vor lassen. Zimmermann zieht Bilanz:

«Wenn wir zusammenrechnen, streichen die stolzen Schweizer Verleger rund 320 Millionen Franken pro Jahr an staatlichen Geldern ein. Ohne diese 320 Millionen bliebe ihnen unter dem Strich nicht viel. Freie Marktwirtschaft sagen sie dem.»

 

+++ Nachtrag vom 09.03.07.

Offenbar interessieren sich doch noch einige Leute für die «Brandreden» in der «Weltwoche» (siehe Kommentare): Heute erschien im persoenlich.com-Newsletter ein Interview zum Thema mit Kurt. W. Zimmermann, nachzulesen hier.

Übrigens, nur so als Randnotiz: Die Kolumne ist auch ein gutes Beispiel für die Selbstbezogenheit des Mainstream-Journalismus. Man schreibe über sich selbst - also die Medien - und bringt sich selber ins Gespräch. Funktioniert natürlich auch blendend in der Blogosphäre...

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» Kommentare (2) | 08.03.2007 00:34

Bürgerjournalismus unter Beschuss

Fotografier- und Filmverbot
Fotografier- und Filmverbot (jjaf.de)

Auf «Macworld» konnte man nachlesen (in der deutschsprachigen Presse wurde kaum davon berichtet; das einzige was ich über Google News gefunden habe, ist dieser Artikel auf «Oe24»), dass der französische Verfassungsrat am 3. März ein Gesetz bewilligt hat, das nur noch professionellen Journalisten erlaubt, Videos von Gewaltszenen aufzuzeichnen und zu verbreiten.

Auch an einem 3. März, vor 16 Jahren, haben Polizisten in Los Angeles Rodney King brutal angegriffen — möglicherweise aus rassistischer Motiven. George Holliday, der die ganze Szene gefilmt hat, wäre nach dem neuen französischen Gesetz ein Verbrecher und ihm würden bis zu 5 Jahren Gefängnis sowie eine Geldstrafe von bis zu €75'000 drohen. Weil er tapfer genug war, die beispiellose Polizeigewalt aufzuzeichnen, versteht sich.

Wie man im Artikel auf «Macworld» nachlesen kann, zielt dieses totalitäre Gesetz laut offizieller Seite auf das sogenannte Happy Slapping ab, also diesen bescheuerten Brauch, bei dem ein unschuldiges Opfer vor laufender (Handy-)Kamera zusammengeschlagen wird. Der Punkt ist jedoch, dass es bereits Gesetze gibt, die die Ahndung solcher Aktionen ermöglichen.

Aber als ob dieses Verbot der Amateur-Aufzeichnung auch von Polizeigewalt nicht genug wäre, hat die französische Regierung noch ein Zertifizierung vorgeschlagen, mit der sich Inhalte kennzeichnen müssen, die von der Regierung genehmigt wurden:

«The government has also proposed a certification system for Web sites, blog hosters, mobile-phone operators and Internet service providers, identifying them as government-approved sources of information if they adhere to certain rules.»

Wie die «Reporter ohne Grenzen» zu Recht kritisieren, würde ein solches System wohl die Selbstzensur auf den Internetauftritten der etablierten Medien massiv verstärken. Zudem würde wohl kaum ein Bürgerjournalismus-Projekt zertifiziert werden - ausser es gibt sich dezidiert unkritisch.

Interessant ist übrigens auch die Tatsache, dass das Gesetz vom aussichtsreichen Präsidentschaftskandidat Nicolas Sarkozy eingebracht worden ist. Sarkozy wird in solchen Dingen beraten vom bekannten Loïc Le Meur, Vice-President & Managing Director Europe von Six Apart, der auch schon am WEF aufgetreten ist. Es wäre spannend zu wissen, ob und was LeMeur dazu beigetragen hat. Six Apart ist, für alle, die es nicht wissen, die Firma hinter der Blogsoftware TypePad und MovableType.

(Via paxx:blog, danke Matt!)

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» Kommentare (1) | 07.03.2007 12:50

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