Schweine im Internet
Endlich habe ich die Zeit gefunden, das «taz»-Special zur Zeitung der Zukunft zu lesen. Und was finde ich da? Ein Interview mit unserem Michael «Boulevard mit christlich-sozialer Ausrichtung» Ringier. Hier eine kleine Kostprobe:
«Im Internet wird zwar wahrscheinlich mehr kritisiert als in allen Zeitungen zusammen, aber kein Schwein interessiert das. Da gibt es Blogs und persönliche Homepages und weiß der Teufel was. Das findet aber niemand. Und deswegen werden wohl in Zukunft die Zeitung und die Zeitschrift diesen Platz stark für sich beanspruchen.»
Sagt der Verleger, dessen Flagschiff «Blick» seit Jahren kränkelt und dessen Verlag kein wirkliches Online-Konzept hat. Aber eben: «Da hilft die Zeitung und sagt: Das ist heute für dich wichtig.» Ich glaube, die «taz» hätte die drittletzte Frage umformulieren sollen. Statt «Was machen Sie eigentlich den ganzen Tag?» hätte man den Michael besser danach fragen sollen, in welcher Welt er eigentlich lebt...
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Drucken | 20.09.2007 17:54
Karsten Füllhaas on 20.09.2007 18:42
Wenn man die Auseinandersetzung der Verleger mit Google News verfolgt, wundert man sich eigentlich über die Äusserungen von Herrn Ringier nicht wirklich. Offenbar leben wir nicht alle in der gleichen Welt.
gis on 20.09.2007 19:11
Ja, die Google News-Chose... Wir leben tatsächlich in verschiedenen Welten. Vielleicht liegt es daran, dass wir unsere Realitätskonstruktion nicht mehr einfach nur aus den Mainstream-Medien zusammenbauen?


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