Papier vs. Online
In seiner aktuellen «Weltwoche»-Kolumne will uns Zimmermann weis machen, dass «grosse, alte Zeitungsmarken nie zu Online-Marken werden» können. Grundsätzlich kann man dem ja zustimmen:
«Zwölf Jahre lang haben die Medienhäuser versucht, ihre traditionellen Zeitungsmarken auch im Internet zu etablieren. Sie haben vieles versucht. Nach zwölf Jahren kann man nun das Fazit eines Scheiterns ziehen: Es ist nicht möglich, eine gute, alte Zeitungsmarke zu einer Online-Marke zu machen.»
Darum suchen Verlage wie Holtzbrinck ihr Glück darin, im Netz etablierte Marken wie NetDoktor.de oder Golem.de aufzukaufen.
«Andere gehen ähnlich vor. Denn Medienhäuser wollen und werden im Internet in Zukunft Geld verdienen. Aber sie werden dieses Geld nicht mit ihren bestehenden Offline-Marken, sondern mit Suchmaschinen, Verkaufs- und Kontaktplattformen verdienen. Hinterher ist man immer schlau, aber so erstaunlich ist das nicht. Eine Marke, die man auf knisterndem Papier in Händen hält, lässt sich offenbar nicht richtig zu einer Marke umfunktionieren, die man mit der Maus auf dem Computerbildschirm ansteuert.»
Ja, aber was ist mit SPON? Berechtigter Einwand, den auch Zimmermann gelten lässt - schliesslich «ist eine Regel [auch im Mediengeschäft] nur dann eine Regel, wenn es eine Ausnahme gibt».
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Drucken | 19.07.2007 09:18
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