Ein historischer Moment?
Diese Woche wird Kurt W. Zimmermann in seiner «Weltwoche»-Kolumne politisch, ja er erklärt sogar «einen historischen Moment in der Schweizer Mediengeschichte. Wir erleben das Ende der linken Meinungsdominanz.» Gemeint ist damit die Abkehr der vereinigten Journalistenrunde von der SP. Beispielhaft dafür sei Berichterstattung über die Wahlen in Zürich:
«Nach den Wahlen im Kanton Zürich lesen wir auch in den vormals hartgesottenen sozialdemokratischen Blättern nun interessante Schlussfolgerungen. «Die SP ist im freien Fall», lesen wir im Blick. «Die SP befindet sich in einer Abwärtsspirale», lesen wir im Tages-Anzeiger.»
Zimmermann nennt dafür zwei Gründe. 1. Die «Einmittung» der SVP nach der Wahl Blochers in den Bundesrat: «Der Anti-SVP-Reflex, der lange Zeit den Linksdrall der Medien unterfutterte, findet keine Nahrung mehr.» 2. Ein Generationenwechsel in den Redaktionen: «Eine Vielzahl junger, unideologischer Politik- und Wirtschaftsjournalisten übernimmt die inhaltliche Flughoheit.» Ob Zimmermann Recht behält?
«Eine Ära ist vorbei. Der linke Mainstream in den Medien ist vorüber.»
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Drucken | 03.05.2007 10:26
anaximander on 03.05.2007 19:37
Es könnte durchaus sein, dass Zimmermann die Zeiten des linken Journalismus noch herbeisehnt. Die "jungen, unideologischen" Journalisten haben oft - nicht immer - Probleme mit dem Denkapparat. (Fast hätte ich denken gesagt, aber das gibt es ja gar nicht mehr, das wird von Genen und Umwelt gesteuert).


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