Der bekannte österreichische Psychologe und Kommunikationswissenschafter Paul Watzlawick ist tot. Er verstarb bereits am vergangenen Samstag nach schwerer Krankheit im Alter von 85 Jahren in seiner kalifornischen Wahlheimat Palo Alto.

Watzlawick wurde am 25. Juli 1921 im österreichischen Villach geboren. Er studierte Philosophie und Sprachen in Venedig, wo er 1949 promovierte. Anschliessend bildete er sich in Zürich am C. G. Jung-Institut in Psychotherapie weiter und schloss mit dem Analytikerdiplom 1954 ab. Von 1957 bis 1960 lehrte er als Professor für Psychotherapie in El Salvador. Ab 1960 war Watzlawick Forschungsbeauftragter am Mental Research Institute in Palo Alto und lehrte ab 1967 ebenda an der Universität Stanford. Kommunikations- und Medienwissenschaftern ist er vor allem wegen seines metakommunikativen ersten Axioms «Man kann nicht nicht kommunizieren» seiner auf fünf pragmatischen Axiomen aufbauenden Kommunikationstheorie ein Begriff.
Zu seinen bekanntesten Werken gehörte der Bestseller «Anleitung zum Unglücklichsein» von 1983 und das kommunikationswissenschaftliche Werk, gemeinsam mit Don D. Jackson und J. H. Beavin, «Menschliche Kommunikation»
aus dem Jahr 1969.
Quellen: dpa, kleinreport
+++ Nachtrag vom 04.04.07
Eine Zusammenfassung der Nachrufe in der Presse findet sich hier bei Side Effects.
» Drucken 03.04.2007. 09:06
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