Musikvisionär Moog
Gestern hätte der 2005 verstorbene Robert Moog, amerikanischer Physiker und Elektrotechniker, seinen 74. Geburtstag feiern können. Moog ist einer der Pioniere der elektronischen Musik und Erfinder des Moog-Synthesizers, eines der ersten weit verbreiteten elektronischen Musikinstrumente. In den 1950er Jahren baute er seinen ersten Synthesizer und gründete im Alter von 19 Jahren seine erste Firma, R.A. Moog Co. Damals waren Synthesizer entweder schlecht zu bedienen – zum Beispiel mit Lochkarten - oder einfach nur riesig. Die ersten Geräte, die Moog herstellte, waren Bausätze, die auf der Entwicklung des russischen Physiker Lev Theremin basierten. Aber erst als der bei Moog angestellte Musiker Walter Carlos 1968 mit seinem Album «Switched-On Bach» drei Grammys gewann, wurden die Moog-Synthesizer richtig bekannt und erfolgreich. 1972 änderte die Firma ihren Namen in Moog Music. In diesem Jahrzehnt wurde das Unternehmen auch mehrfach verkauft und gehörte schliesslich dem Musikinstrumentehersteller Norlin.
1977 verliess Moog wegen Differenzen mit dem Management die Firma und begann 1978 unter dem neuem Namen Big Briar nochmals. Moog Music stellte noch bis 1986 Keyboards her, bevor auch diese Marke verschwand. Moog selber unterrichtete von 1989 bis 1992 Musiktechnologie an der University of North Carolina und konnte sich 2002 wiederum die Rechte an den Marken Moog Music und Minimoog, dem ersten kompakten Synthesizer, der eine grosse Verbreitung gefunden hatte. Moog verstarb 2005 an den Folgen eines Hirntumors.
Hörproben
- Moog: Miguel Negrão - Pulsar (mp3)
- Theremin: Startbahn West (Christian Vogel) - Roter Stern Marburg 19 (mp3)
Robert Moog demonstriert den Minimoog
Quellen: Wikipedia, archive.org, youtube
|
Drucken | 24.05.2008 09:36
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.
Kommentar schreiben