Positives Klima für Open Source

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Amsterdam und österreichische Parteien für Open Source. (cnet)

Nicht nur in München (LiMux), Wien (Wienux) und in den Kantonen Solothurn und Genf kommt in der Verwaltung quelloffene Software zum Einsatz. Auch die Stadt Amsterdam will mit dem Projekt «Open.Amsterdam» 10'000 Arbeitsplatzrechner der Stadtverwaltung auf Open Source-Software umstellen. In einer ersten Phase wurden nun 60 Rechner mit Suse Linux Enterprise, dem Büropaket OpenOffice und anderer Software ausgestattet. In Österreich ist derweil offenbar eine Mehrheit im Palament für den Einsatz von offenen Standards und Open Source im öffentlichen Sektor. Dies hat eine Umfrage des ORF unter den sechs im Parlament vertretenen Parteien ergeben.

Behutsames Vorgehen in Amsterdam

Der Gemeinderat der Stadt hatte bereits im Jahr 2002 den Umstieg auf Open Source beschlossen. Anschliessend besuchte eine Delegation das Münchner Projekt «LiMux» und es wurden erste so genannte Open Desktops gestestet. Zum Einsatz kommen neben OpenOffice Firefox und die Bildbearbeitung Gimp. Um einen «weichen» Start zu ermöglichen, werden derzeit täglich nur zwei Arbeistplätze im Rahmen des Pilotprokekts umgestellt, damit die betroffenen Mitarbeiter intensiv betreut werden können. Das Resultat des Pilots entscheidet darüber, ob sämtliche Arbeitsplatzrechner, die bisher mit Microsoft-Software betrieben wurden, umgestellt werden.

Österreichische Parteien wollen Open Source

Anfang August sandte der ORF einen Fragenkatalog zum Thema E-Government an die sechs im Parlament vertretenen Parteien ÖVP, SPÖ, LIF, Grüne, BZÖ und FPÖ. Die Eröffnungsfrage lautete: «Soll der Einsatz von offenen Dateiformaten und Open Source-Software im öffentlichen Dienst gefördert werden?» Vier von sechs Parteien - SPÖ, Grüne, LIF und BZÖ - sprachen sich für Open Source aus. ÖVP und FPÖ hingegen wollen sich nicht festlegen und plädierten für eine Abwägung im Einzelfall. Die aus meiner Sicht beste Antwort lieferte das Liberale Forum LIF: «Der Einsatz offener Dateiformate und -standards sollte Grundvoraussetzung für die Auswahl von Software sein. So entsteht echter Wettbewerb zwischen Open Source-Lösungen und kommerziellen Closed-Source-Produkten.» Bravo Österreich!

Die Frage war Teil einer Umfrage des ORF zum Thema E-Government Anfang August, die vollständigen Antworten sind auf der Webseite zu lesen. Der Sender beurteilt den Einsatz von Informationstechnologie als politische Frage und fragte die Parteien auch, ob Internet künftig zu den Grundrechten der Bürger gehören sollte und wie sie das Wahlverfahren per Internet beurteilen.

Quellen: heise, linux-magazin.de

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