
Studierende der Universität Bern haben eine Projektgruppe mit dem Namen «Penguins4Africa» gegründet. Ziel ist es, jungen Menschen in der Dritten Welt den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zu ermöglichen. Die Gruppe sammelt dazu alte Hardware ein, rüstet sie auf Linux um und sendet sie schliesslich an Schulen in Afrika. Begleitet wird das Projekt von einer Sensibilisierungskampagne.
Die eingesammelte Hardware wird zu Linux Terminal Server-Systemen (LTS) zusammengestellt, in Container verpackt und der Organisation «World Links» zugestellt. Dank den LTS können ganze Schulen mit Informatik ausgestattet und an das Internet angeschlossen werden. Durch die so entstehenden Möglichkeiten werden Information und Wissen demokratisiert.
Ein LTS beinhaltet einen schnellen, leistungsfähigen Server. Bis zu zwanzig Clients können daran angeschlossen werden. Die Clients verfügen lediglich über Bildschirm, Tastatur und Maus. Die Lehrperson (z.B. in einer Schule oder einem Schulungszentrum) kann mit allen angeschlossenen Computern kommunizieren, die Lernenden haben Zugriff auf eigene Daten und Profile. Als Betriebssystem wird auf allen Servern das freie Betriebssystem Linux mit Software (Textverarbeitung etc.) installiert. Ein Vorteil von Linux ist die Skalierbarkeit. Obwohl die Computer, die in benachteiligte Regionen verschifft und dort aufgebaut werden, meistens einer alten Generation angehören, besteht mit Linux kein Problem, ein lauffähiges System zu installieren.
Zu Weihnachten 2007 wurde ein erster Container verschifft. Derzeit befindet sich das Projekt in der Evaluationsphase und möchte demnächst auf andere Universitäten und Fachhochschulen expandieren.
» Drucken 30.04.2008. 15:00
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