OpenOffice in der Verwaltung

OpenOffice

Während die Einführung von offenen Betriebssystemen in öffentlichen Verwaltungen nicht unbestritten ist, scheint sich die Nutzung der freien Office-Suite OpenOffice hingegen zu rechnen. Die dänische Gemeinde Gribskov konnte mit OpenOffice in Verwaltung und Schulen in den letzten zwei Jahren über zwei Millionen Dänische Kronen (DKK) einsparen. Dies entspricht umgerechnet ca. 270'000 Euro oder 400'000 Schweizer Franken. Die Gemeinde konnte nicht nur bei der Beschaffung, sondern auch bei der Wartung und Unterstützung sparen. Auch Anderlecht in Belgien hat auf allen PCs der Verwaltung MS Office durch OpenOffice ersetzt. Weitere Städte wollen folgen.

Die Umstellung in Gribskov erfolgte im Rahmen einer Gemeindefusion. Ein wichtiger Grund für den Wechsel war der Wunsch, den Wettbewerb unter den Herstellern, welche Anwendungen rund um die Office-Lösungen lieferten, neu zu beleben. Mit dem Start der neuen Gemeinde mussten alle Verträge neu ausgehandelt und neue Ansprüche gestellt werden. Einer dieser Ansprüche war die Unterstützung des Open Document Formats ODF.

Keine Lizenzkosten mehr: 250'000 Euro eingespart

Auch Anderlecht nennt die Kostenersparnis, aber auch die grössere Unabhängigkeit von Lieferanten und die Verwendung offener Standards als wesentliche Vorteile, die sich aus der Migration ergaben. Die Zahl der betroffenen PCs belief sich auf 600, womit alleine 250'000 Euro eingespart wurden, die sonst für Lizenzen für proprietäre Software fällig gewesen wären. Die Verwaltung löst das Problem der Kompatibilität mit externen Stellen dabei pragmatisch: Dokumente, die an Empfänger ausserhalb der Verwaltung gehen, werden im PDF-Format gespeichert, wenn sie nicht änderbar sein müssen. Falls Änderbarkeit benötigt wird, sollen sie in einem proprietären Format gespeichert werden. Schliesslich bietet OpenOffice beide Möglichkeiten out of the box an.

Auch in Charleroi ist eine Umstellung auf OpenOffice im Gang. Von den 1'600 Rechnern der Verwaltung sind bereits die Hälfte umgestellt. Ausserdem setzt die Stadt auf PostgreSQL, mit der die proprietäre Datenbank MS Access abgelöst wird. In Vorst ist ebenfalls eine Migration im Gang.

Quellen: osor, pro-linux

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| Artikel drucken Drucken | 17.08.2009 17:52

ymotux on 18.08.2009 07:38

Wird langsam Zeit, dass vor allem öffentliche Verwaltungen ihre Steuergelder nicht mehr in den Rachen von MS werfen. Muss glaube ich auch mal was in meinem Anachronismusblog schreiben.

oberst on 20.08.2009 07:55

ich finden open office einfach klasse. das habe ich schon lange und das hat genau das, was ich brauche.

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