Open Source statt Windows

ReactOS Logo

Das Open Source-Projekt ReactOS will nicht einfach ein alternatives Betriebssystem realisieren, sondern vielmehr ein quelloffener Ersatz für Windows sein. Die Nutzer sollen also nicht auf die gewohnte Software verzichten müssen, wenn sie auf das neue Betriebssystem umsteigen. Bisherige Windows-Programme und -Treiber sollen vollständig unterstützt werden.

Mit diesem Anspruch ist ReactOS einzigartig. Alternative Betriebssysteme wie Linux oder FreeBSD können unmodifizierte Windows-Software nur unter Verwendung von so genannten Kompatibilitätslayern verwenden. ReactOS, welches kürzlich in der Version 0.3.4 veröffentlicht wurde, soll ein freies Betriebssystem werden, welches eine ähnliche Architektur wie die Windows NT-Serie (2000, XP, Vista) aufweist. Damit sollen sowohl Windows-Programme als auch Hardware-Treiber verwendet werden können. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Windows-Treiber gibt es für fast jede erdenkliche Hardware. Andere Betriebssysteme weisen hier oftmals Defizite auf.

Besonders für Linux-Muffel geeignet

Zielgruppe sind klar Nutzer, die bislang dem Einsatz alternativer Betriebssysteme skeptisch gegenüberstehen, sei es, weil sie nicht über die technischen Kenntnisse verfügen oder weil sie von der «Andersartigkeit» abgeschreckt werden. ReactOS bemüht sich daher auch, das Aussehen und das Gefühl von Windows nachzubilden.

Open Office unter ReactOS
Open Office läuft schon unter dem neuen Betriebssystem (reactos.org)

Der Projekt-Roadmap zufolge soll noch im Jahr 2008 die Beta-Phase erreicht werden. Teil des weiteren Entwicklungsplans sind etwa die problemlose Nutzbarkeit von Microsoft Office 1995-2003, Internet Explorer 6/7 und diversen Instant-Messenger-Anwendungen. OpenOffice zum Beispiel läuft bereits schon unter ReactOS (siehe Screenshot), aber auch Firefox/Thunderbird oder Spiele wie Quake III oder Halo können problemlos verwendet werden.

Quelle: pte

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| Artikel drucken Drucken | 28.01.2008 16:54

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