Open Source in England

Nicht nur in der Schweiz, in Deutschland, in Österreich oden den Niederlanden wird über Open Source im öffentlichen Dienst diskutiert. Auch Grossbritanniens Behörden sollen zukünftig mehr freie Büroprogramme einsetzen. Eine im November und Dezember des letzten Jahres durchgeführte Umfrage ergab, dass auf der Insel 95 Prozent der Behörden mit Bürosoftware von Microsoft arbeiten, nur 5 Prozent arbeiten mit OpenOffice oder Staroffice, dem kommerziellen Office-Paket von Sun. Für die Erhebung wurden 168 Behördenmitarbeiter befragt. Von den Befragten sprachen sich jedoch 65 Prozent für mehr Open-Source-Software in ihrer Behörde aus, 7 Prozent waren gegen freie Software.
Der Hauptgrund, der nach wie vor für den Einsatz freier Software spricht, ist die Einsparung von Kosten. Die Befragten gingen davon aus, dass Lizenzkosten 30 bis 40 Prozent ihres IT-Budgets verschlingen. Die Administratoren führten Herstellerunabhängigkeit und Funktionalität als weitere Punkte an, die für freie Software sprechen.
Unverständnis auf der Führungsebene
Als Hinderungsgründe für den Wechsel auf freie Software-Alternativen wurden in der Umfrage Risikoaversionen und Unverständnis auf der Führungsebene genannt. Weitere Argumente, die gegen Open Source angeführt wurden, waren Beständigkeit und interne Einwände von seiten der Verwaltung und Anwender. 65 Prozent der Befragten glauben, Open Source werde in ihrer Behörde so wenig genutzt, weil die Managementebenen der Auffassung seien, dass die Einführung zu viele Risiken mit sich bringe.
Argumente, welche die britischen Beamten vom Gegenteil überzeugen könnten, wären mehr Beispiele für gelungene Migrationen, Fallstudien, welche den Erfolg bescheinigen, und mehr Wissenstransfer, dass freie Software funktioniert. Mit dem Bericht über die Ergebisse der letztjährigen Erhebung ging mit UKGovOSS auch eine Community der Public Sector Forums online, welche sich dem Einstz freier Software in den Behörden widmet.
Quellen: osor, pro-linux.de
Bildquelle: cnet
» Drucken 14.08.2009 13:51
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