Android: Open Source und im Handel

Seit gestern ist das erste Android-Handy, das G1 von HTC, in den USA im allgemeinen Verkauf. Kurz vor dem Verkaufsstart haben Google und die Open Handset Alliance (OHA) bekannt gegeben, dass der Quellcode der Software-Plattform im Rahmen des Android Open Source Project komplett als Open Source veröffentlicht wird. Damit wird Android zur ersten vollständig offenen Handy-Plattform. In Europa wird das G1 voraussichtlich erst 2009 erhältlich sein. In Grossbritannien jedoch bereits ab Ende Oktober.
Mit der Apache-2.0-Lizenz setzt das Android Open Source Project bevorzugt auf eine Lizenz, die von der Free Software Foundation als kompatibel zur GNU General Public License gesehen wird. Vom Versuch, somit eine breite Entwickler-Community anzulocken, verspricht sich Google klare Vorteile. Die Quelloffenheit soll vor allem die Weiterentwicklung beschleunigen. Zudem betonen Google und die OHA, dass die Open-Source-Plattform drastische Zeit- und Kostenersparnisse auf dem Weg zur Markteinführung von Mobilgeräten bedeute. Der Schritt hin zu Open Source dürfte also nicht zuletzt darauf abzielen, rasch eine grössere Vielfalt an Android-Handys auf den Markt zu bringen.

Im Visier: Das iPhone von Apple
Das von HTC gebaute, erste Android-Smartphone "G1" wird in den USA von T-Mobile verkauft. Während der Grossteil Europas bis 2009 auf das G1 warten muss, wird das Gerät in Grossbritannien bereits am 30. Oktober in den Handel kommen. Dort kann T-Mobile das iPhone nicht anbieten und wird das G1 als iPhone-Konkurrenten positionieren. In den USA ist diese Positionierung offenbar schon gelungen. Jedenfalls haben Medien bis hin zu «New York Times» und «Wall Street Journal» in Vorabtests das Android-Gerät vor allem dem Apple-Handy gegenüber gestellt. Auch die Blogosphäre zeigt sich begeistert vom G1.

Amerikanische G1 funktionieren übrigens auch in Europa. Wer sich ein erstes Bild machen will, findet hier einen Emulator.
Quelle: pte
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Drucken | 23.10.2008 10:16
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