Wir nennen es Arbeit

Beer Pong

Oder so ähnlich: Laut einer Studie spielen 24 Prozent der so genannten «white collar workers» Computerspiele oder Onlinespiele am Arbeitsplatz. Die Gründe dafür reichen von «improving mental state» bis Unterhaltung. Interessant dabei ist, dass offenbar das höhere Management öfters zum Spiel greift als die Niederungen der Hierarchie. 34 Prozent der befragten CEO, CFO und sonstigen Seniors gaben zu, gelegentlich zu zocken.

Die Online-Studie wurde von der Information Solutions Group im Auftrag von PopCap Games, einem Anbieter von kostenlosen Onlinespielen aus Seattle, im Juni durchgeführt. Befragt wurden insgesamt 7'100 Personen, wovon 2'800 als «white collars» (mittleres und oberes Management sowie Fachangestellte) identifiziert wurden.

Gezockt wird viel, oft und lange

Die Mehrheit (61 %) gab an, während Pausen oder in der Mittagszeit zu spielen, während 52 Prozent zugaben, auch wähend der Arbeitszeit zu spielen - wenn sie eine kurze Pause brauchen. Manche (11 %) gaben an, morgens vor der Arbeitsaufnahme kurz zu spielen. Aber auch Sitzungen scheinen ein beliebter Zeitpunkt zum Zocken zu sein: 14 Prozent antworteten doch tatsächlich, schon einmal während einem Meeting gespielt zu haben.

Es wird nicht nur viel gespielt, sondern offensichtlich auch oft und lange. Mehr als die Hälfte (53 %) spielen mindestens einmal täglich und 84 Prozent meinten, im Durchschnitt würden sie zwischen 15 Minuten bis zu einer Stunde pro Tag gamen. Die Weisskragen fühlen sich nach einer Spielepause laut eigenen Angaben jeweils «more relaxed and less stressed out» (84 %) und 52 prozent fühlen sich «more confident, more energetic, more productive and/or more mentally focused». Na dann ist ja alles in Ordnung - andere Zeitfresser wie z.B. Social Networks wurden von der Studie nicht erfasst.

Chance für das B2B-Marketing

Diese Ergebnisse machen übrigens deutlich, dass In-Game-Werbung und werbeunterstützte Onlinespiele auch in die Mediapläne von Werbern mit B2B-Kunden gehören: Damit erreicht man offenbar sehr gut die Entscheidungsträger in den Teppichetagen.

Bildlegende: Der Screenshot zeigt das Flash-Spiel «Frat Boy Beer Pong».

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| Artikel drucken Drucken | 05.09.2007 13:15

EisFrei on 05.09.2007 14:21

Es gibt hier zwar niemanden der ständig mit Kragen rumläuft, aber zocken...
Eigentlich jeder...
Irgendwie muss man schließlich auch die Phasen rumkriegen, die nicht so hektisch sind ;)

Karrierebibel on 05.09.2007 17:45

Arbeitsrechtlich ist das nicht ungefährlich. Vor allem, wenn der Arbeitgeber die private Webnutzung während der Arbeitszeit untersagt hat.

gis on 05.09.2007 17:56

@EisFrei:
Man muss ja das Kragenträger nicht wörtlich nehmen... ;) Und ein Spielchen in Ehren...

@Karrierebibel:
Ist klar - nur, wen (ausser tatsächlich deswegen Belangte) kümmert das schon?

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