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Web 2.0 vs. Usability

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Der Web 2.0-Hype lässt die Webseitenbetreiber die Grundregeln des guten Seitendesigns vergessen, sagt der Usability-Guru und -Berater Jakob Nielsen. Er warnt, der Drang, Seiten dynamischer zu gestalten, schreckt die User ab.

Die neuen Seiten mit ihrer Vielzahl an Personalisierungsmöglichkeiten erinnern Nielsen an die nutzlosen Hochglanzseiten der Dotcom-Ära. Die Web 2.0 Macher vernachlässigen seiner Meinung nach die Good Practices des Webdesigns, die sich in den letzten zehn Jahren herausgebildet haben:

  • Einfache Navigation
  • gute Suchmöglichkeiten
  • Texte ohne Fachjargon
  • User Testing
  • Designüberlegungen vor der ersten Zeile Code

«They should get the basics right first», sagt er, «Sadly most websites do not have those primary things right.» Vielen Seiten fehle es ob den manigfaltigen Tools und Personalisierungen nicht nur an Usability (Gebrauchstauglichkeit ist so ein schreckliches deutsches Wort), sondern sie vernachlässigen auch ihren Hauptzweck, den Nutzen für den User. Studien über das Nutzerverhalten - gerade mal ein Prozent erstellen regelmässig eigene Inhalte, neun prozent gelegentlich und die restlichen 90 Prozent so gut wie nie - legen nahe, dass die Integration zuvieler Web 2.0-Applikationen wenig Sinn machen. Solche Seiten mögen für grosse Communities wie Facebook oder MySpace funktionieren, für den grossen Rest hingegen kaum.

Wer sich auf eine klar definierte, enge Zielgruppe fokussiert, zieht Besucher an, die ihrerseits einen stark fokussierten Nutzen suchen. Diese User interessieren Web 2.0-Tools kaum, sie lenken zusehr vom Inhalt ab: «Most people just want to get in, get it and get out.»

Weiterführende Links

Quelle: bbc

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» Drucken 14.05.2007. 12:35

Tadeusz Szewczyk on 14.05.2007. 21:08

Das deutsche Wort für Usability ist Benutzerfreundlichkeit.

gis on 15.05.2007. 08:11

Nicht ganz. Usability = Gebrauchstauglichkeit ist zwar eng verwandt mit User friendliness = Benutzerfreundlichkeit; es ist aber nicht ganz dasselbe.

Gebrauchstauglichkeit bezeichnet die Eignung eines Produktes bei der Nutzung durch bestimmte Benutzer in einem bestimmten Benutzungskontext, die vorgegebenen Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.

Benutzerfreundlichkeit bezeichnet die vom Nutzer erlebte Nutzungsqualität bei der Interaktion mit einem System.

Musste ich auch zuerst nachschlagen.

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