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Warum Podcasts?

Podcasts, also abonnierbare Audiofeeds, sind, nach dem ersten Hype (*), immer noch sehr interessant. Die Downloadaktivitäten stiegen in den letzten zwei Jahren nahezu explosionsartig an: Waren in Deutschland im Juni 2005 noch rund 220'000 Downloads registriert worden, stieg diese Zahl bis September 2006 auf 7,7 Mio. (Quelle).

Warum Podcasts gerade für Unternehmen interessant sind? Der typische Nutzer ist zu 82 Prozent männlich und im Durchschnitt 29,4 Jahre alt. Er ist gebildet und hat in der Altersgruppe ab 20 Jahren zu 45 Prozent einen Hochschulabschluss. Bis zu 15 Podcasts abonniert der typische Nutzer und konsumiert regelmässig zehn Ausgaben. Eine interessante Zielgruppe also.

Spezialisierte Plattformen bieten derzeit rund 70'000 Podcasts an, Tendenz steigend. Entscheidend für die Auswahl der Podcasts ist ihr Inhalt. Thema, Aktualität und Unterhaltungswert sind zentrale Kriterien bei der Auswahl. Formale Kriterien wie Benutzerfreundlichkeit und regelmässiger Erscheinungstermin sind dagegen eher nachrangig (Quelle).

Kurz in einem kleinen Brainstorming von mir zusammengestellt: Wo und wie können Podcasts eingesetzt, bzw. kommerzialisiert werden?

  • Zweitverwertung von Content: Beinahe schon der 'Klassiker' unter den Podcasts. Herkömmliche Medien lassen ihre Inhalte durch professionelle Sprecher aufbereiten. Beispiele: «Weltwoche», «FAZ»
  • Verkauf im Abo: Hauptsächlich in der Zweitverwertung (vgl. diverse Printmedien), aber auch mit originärem Content möglich.
  • Als Bestandteil von blended learning-Projekten
  • Hilfsmittel zur Transfersicherung bei Seminaren u.ä.: Im Nachgang zu Seminaren werden zur Vertiefung der Lerninhalte Podcasts produziert.
  • corporate broadcasting: Statt überlangen Newslettern, Info-Mails etc. könnte ein Unternehmen Podcasts für seine Mitarbeiter bzw. Kunden produzieren.

+++ Nachtrag vom 14.03.07

Wie ich soeben gelesen habe, muss ich der Liste einen weiteren Punkt hinzufügen:

  • PodcastNovela: Mehrere deutsche Radiostationen produzieren eine auf 60 Episoden angelegte PodcastNovela. Mehr Infos hier.

(*) Von 1926 datiert laut dem «Online Etymology Dictionary» die früheste Definition: hype (n.) sprich «haip» - «Unterwelt-Slang» für einen «Schwindel durch Wucher oder Mogelei». («NZZ», 19.05.06) - Interessante Definition, würde ich mal sagen...

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» Drucken 01.03.2007. 10:23

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