Rückblick 2008: Mobiles Internet

Wie angekündigt, hier der zweite Teil meines Jahresrückblicks. Heute dreht sich alles um das mobile Internet und den passenden Gadgets dazu:

Einer der grossen Trends 2008 war sicherlich das mobile Internet. Besonders die so genannte Generation Y surft gerne und oft mobil. Kein Wunder, bei vier Milliarden Handyverträgen weltweit und dem fortgesetzten Siegeszug von Apples iPhone. Aber Achtung, Googles Android ist endlich erschienen, und auch Nokia sorgte für Schlagzeilen, als es sein Betriebssystem Symbian quelloffen machte. Weiter begünstigt wurde diese Entwicklung sicherlich durch den Erfolg der Netbooks. Verschiedene Hersteller entdeckten die abgespeckten Notebook-Winzlinge als Umsatzbringer, nachdem Vorreiter Asus mit seinem EeePC bereits im Vorjahr für einen medialen Hype gesorgt hatte.

Apple und Google mischen den Markt auf

In der Mobilfunkbranche erwies sich das iPhone auch 2008 als Dauerbrenner. Obwohl die Premiere des Mobiltelefons bereits Anfang 2007 über die Bühne ging, schaffte das Gerät in diesem Jahr den Durchbruch in den Mainstream. Mit der 3G Version griff Apple auch in Europa an. UMTS-Unterstützung und gesenkte Preise sorgten dafür, dass heute mittlerweile jeder pickelige Teenie mit einem iPhone in der Tasche herumrennt. Mit dem im Sommer gestarteten App Store legte Apple einen weiteren Meilenstein, der - genau wie das iPhone auch - von der Konkurrenz kopiert wurde und wird.

Die Weltpremiere feierte 2008 das erste Handy mit dem quelloffenen Betriebssystem Android. Die von Google vorangetriebene Plattform kommt erstmals im von HTC produzierten G1 zum Einsatz. Android-Handys kommen 2009 ebenfalls nach Europa.

Netbooks waren in aller Munde

Asus legte nach dem ersten EeePC nach und produziert mittlerweile auch Modelle mit grösseren Bildschirmen oder mit Windows XP statt Linux (mein EeePC 900 läuft übrigens sehr zufriedenstellend mit Ubuntu Eee; Eeebuntu hingegen hat mir nicht so gefallen sehr gefallen; jedenfalls die Version 2.0, die seit dem letzten Wochenende tipp topp läuft). Apple brachte mit dem Macbook AIR ebenfalls ein ultraportables Notebook auf den Markt, verwehrt sich bislang aber noch dem Trend zu Netbooks. Andere Hersteller wie HP oder Dell sind jedoch bereitwillig auf den fahrenden Zug aufgesprungen.

Die Chipindustrie hat sich mit dem Netbook-Hype bereits seit längerem beschäftigt und an entsprechenden Produkten gearbeitet. Gross im Geschäft ist Intel. Das Unternehmen brachte im Frühjahr den Atom-Chip auf den Markt, der das Herzstück vieler Netbooks ist. 40 Jahre nach der Gründung des Unternehmens hat Intel zudem die zweite Version der Centrino-Plattform auf den Markt gebracht. Konkurrent AMD hat bei der Low-Cost-Schiene noch etwas Nachholbedarf. Die ersten günstigen Chips, mit denen das Unternehmen zu Intel und VIA aufschliessen will, kommen erst im Frühjahr 2009 auf den Markt.

Handy goes Open Source

Googles Android-Plattform ist nicht das einzige Open Source-OS für Handys. Zwar hatte mit dem Linux Phone Standards Forum (LiPS) eine der drei grossen Industrie-Iniativen für mobiles Linux auf dem Handy das Handtuch geworfen, fusionierte aber mit der LiMo Foundation. Die beiden Organisationen stellten den Zusammenschluss als logischen Schritt in einem allgemeinen Trend zur Vereinheitlichung von mobilen Linux-Plattformen dar. Allerdings sind alle anderen Versuche ausser Android noch nicht marktreif. Mit dem OpenMoko steht allerdings bereits ein Gerät für Entwickler bereit. Alle Linux-Projekte sind nun nach der vollständigen Übernahme durch Nokia auch mit einem offenen Symbian OS konfrontiert.

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| Artikel drucken Drucken | 08.01.2009 09:47

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