Mobiles Arbeiten

In vielen Unternehmen wird das Potential mobiler Arbeitsformen, wie sie die neuen Technologien ermöglichen, nicht ausgeschöpft. Zu diesem Schluss kommt die Studie «Understanding and Managing the Mobile Workforce» von Cisco. Die Untersuchung identifiziert dabei drei Defizite: Besetzungen mit nicht geeigneten Mitarbeitern, fehlende oder falsche technologische Ressourcen für die Mitarbeiter sowie inadäquates Management.

Erfolgsfaktoren für mobiles Arbeiten

Die Studie ging der Frage nach, welche Merkmale im Persönlichkeitsprofil von Mitarbeitern für die Effektivität mobiler Arbeit Erfolg versprechend sind. Zu den wichtigsten Kriterien zählen: Kontaktfreudigkeit, Selbstständigkeit, Disziplin, die Fähigkeit zur Eigenmotivation, emotionale Stabilität, Stressresistenz sowie Kreativität und Offenheit für neue Ideen.

Manager, so legt die Studie nahe, müssen Vertrauen und Kontrolle neu überdenken: Sie sollten weniger auf die Tätigkeiten eines mobilen Teams achten als vielmehr auf dessen Ergebnisse. Notwendig sei vor allem, dass mobile Mitarbeiter genauso ungehindert auf sämtliche Kommunikationsressourcen eines Unternehmens zugreifen können wie ihre stationären Kollegen im Büro. Um zu verhindern, dass sich mobile Mitarbeiter isoliert fühlen, empfehlen die Wissenschaftler zum Beispiel den Einsatz von netzwerkbasierten Präsenzlösungen sowie von Instant Messaging.

Akzeptanz mobiler Arbeitsformen

Interessant vor allem für multinationale Unternehmen ist der Einfluss kultureller Faktoren auf die Akzeptanz mobiler Arbeitsformen: Im Nahen Osten etwa und einigen afrikanischen Ländern erreichen mobile Teams sehr schnell die notwendige Effektivität, während dies in Mexiko, Argentinien oder Brasilien meist länger dauert. Denn dort ist die Kultur stark dialogorientiert und traditionell auf persönliche Face-to-Face-Kommunikation ausgerichtet. Gerade in solchen Fällen kann der Einsatz innovativer Video-Konferenzsysteme den Erfolg mobiler Arbeitsformen beträchtlich beschleunigen. In Europa lässt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle beobachten: Während in Skandiavien oder den Niederlanden die Akzeptanz sehr hoch ist, konnten sich diese neuen Arbeitsformen in Spanien oder Portugal nur gering durchsetzen.

Verfasst wurde die Studie von Pearn Kandola, einem auf Arbeitspsychologie spezialisierten Institut mit Sitz in Oxford und Dublin. Die Studie kann hier als PDF (6.6 MB) heruntergeladen werden. Hier stellt Pearn Kandola zudem ein kurzes Quiz (Englisch) zur Verfügung, mit dem man bestimmen kann, wie geeignet man selber für die mobile Arbeit ist.

Quellen: pte, cisco

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| Artikel drucken Drucken | 30.07.2007 10:54

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