Mobil sozial unterwegs mit NFC und P2P

Was in manchen Ländern Afrikas bereits gang und gäbe ist, mobiles Zahlen mit dem Handy, wird dank Near Field Communications (NFC) auch bei uns zum Thema. Eigentlich, aber das nur am Rande, ist es ja schon verwunderlich, dass bei uns zuerst Smartphones und neue Technologien kommen müssen, um etwas umzusetzen, was man in Afrika mit einfachsten GSM-Geräten ohne Schnickschnack realisiert. Aber zurück zu NFC. Wie Forscher der Stanford Mobile and Social Computing Research Group gezeigt haben, kann man damit nämlich noch viel mehr machen als nur ein elektronisches Portemonnaie. NFC ist für soziale Apps interessant, um auf einfache Art einen Datenaustausch zwischen zwei Geräten zu starten oder einen Kollegen ganz gezielt zu einer gemeinsamen Sitzung an einer Produktiv-App einzuladen. Auch für Games könnte die Geräte-Interaktion via NFC nützlich sein.
Android unterstützt ab der Version 2.3 NFC. Das von Samsung für Google gebaute Nexus S ist denn auch das erste NFC-fähige Android-Gerät. Die Forscher in Standford haben sich deswegen diesem Gerät zugewendet und sind der Frage nachgegangen, ob das Nexus S auch Peer-to-Peer-Verbindungen (P2P) via NFC zwischen zwei Geräten erlaubt. Sie mussten zwar leichte Veränderungen am Betriebssystem vornehmen, um eine erste Konzeptdemonstration zu ermöglichen, aber es hat funktioniert.
Reibungslose Datenübertragung mit Einschränkungen
Ein Anwendungsbeispiel ist eine Whiteboard-App, bei der ein User einfach einen Kollegen zu Verwendung der App und einer gemeinsamen Sitzung einladen kann. Dazu halten die Nutzer die Geräte aneinander, sodass via NFC eine URL übertragen wird. Über den Link erhält der zweite Anwender alle nötigen Informationen wie die Session-ID und nötigenfalls auch, wo er die App beziehen kann.
Der Datenaustausch funktioniert dabei ohne sichtbare Störung für den einladenden User. NFC hat nämlich einige Einschränkungen: eine geringe Übertragungsrate und eine sehr geringe Reichweite (max. 10cm). Diese Einschränkungen kann man aber dadurch umgehen, dass nicht eine Datei, sondern nur ein entsprechender Link von einem Gerät auf das andere Übertragen wird, der Datenverkehr aber wie gewohnt über das mobile Netzwerk funktioniert.

In Stanford hofft man dennoch, dass NFC-fähige Smartphones in Zukunft auch P2P-Übertragungen ab Werk unterstützen werden. Denn die Forscher sind davon überzeugt, dass die Technologie gerade zum Starten geräteübergreifender Apps sehr nützlich ist. Weitere Demos und Infos findet man auf der Webseite openjunction.org.
Quellen: Stanford, pte
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Drucken | 01.02.2011 18:13
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