Kein Vertrauen in E-Commerce
Fast jedem zehnten Australier wurden online private Daten gestohlen, die anschliessend in betrügerischer Absicht verwendet wurden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie unter 1'500 Einwohnern des Landes, welche der australische Datenschutzbeauftragte durchführen liess. Fast neun Prozent der Befragten gaben an, bereits einmal Opfer eines Datendiebstahls geworden zu sein. Extrapoliert man diese Zahlen, kommt man auf fast zwei Millionen Opfer.
Nur gerade 17 Prozent vertrauen laut Studie darauf, dass die Onlineshops ihre Daten verantwortungsbewusst verarbeiten und speichern. Damit ist ihr Vertrauen in Onlinehändler am tiefsten, verglichen mit dem Vertrauen, welches die Australier dem traditionellen Detailhandel (37 %), den Regierungsbehörden (73 %) oder dem Gesundheitssystem (91 %) entgegenbringen.

Für Ben Macklin, Senior Analyst Australia bei eMarketer, besteht jedoch ein Graben zwischen der Realität und der Wahrnehmung der Kunden: «Die Gefahren durch Identitätsdiebstahl bei Online-Transaktionen werden gewöhnlich höher eingeschätzt, als sie es in Wirklichkeit sind. Dies legen die Zahlen aus den USA nahe.» Dort werden dazu - im Gegensatz zu Australien - bereits seit einger Zeit regelmässig Daten erhoben. Eine Studie aus 2006 von Javelin Strategy & Research zeigte, dass nur gerade drei Prozent der US-Bürger bereits von einem Fall von Identitätsdiebstahl betroffen waren. Ausserdem weist Macklin darauf hin, dass der Missbrauch persönlicher Daten durch den Staat viel häufiger sei als der Missbrauch durch Onlinedienstleister.
Quelle: eMarketer
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Drucken | 18.09.2007 20:47
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