Jaikus 5 Prinzipien des Erfolgs

Derzeit findet in London das New Media Knowledge (NMK) Forum 07 statt. Gestern hielt dort Jyri Engeström, Gründer des Mikroblogging-Dienstes Jaiku, eine Keynote Presentation, in der er seine fünf Prinzipien zum Erfolg im Web 2.0 vorstellte. In der Folge gebe ich hier eine Zusammenfassung wieder, die im englischen Original bei Tech Digest erschienen ist.
1. Definiere den Zweck
Wie schnell erkennt ein Besucher den Zweck der Seite, also den Mehrwert, den diese Seite bietet? Wer zum Beispiel Flickr besucht, der weiss genau, was es bietet und warum er es benützen will. Und nein, das Ziel, eine neue Seite für viel Geld an Google zu verkaufen ist kein sauber definierter Zweck.
2. Definiere die Verben
Jyri präsentierte eBay als bestes Beispiel für eine Web 2.0-Seite, die ihre Verben bestens definiert hat. Die beiden Verben buy und sell stehen prominent auf der Homepage. Als weiteres Beispiele nannte er auch add a dog von Dogster.
3. Mach den zweck (mit)teilbar
Laut Jyri dienen dazu alle Web 2.0-Funktionen wie Permalinks, Widgets, Feeds usw. Es geht also darum, es dem User so einfach wie möglich zu machen, seine Inhalte mit Freunden und anderen Usern zu teilen - sie tragen so zum Wachstum bei.
4. Mach aus Einladungen Geschenke
Für Jyri reicht es nicht aus, die User ihre Freunde einladen zu lassen. Man muss ihnen einen wertvollen Nutzen bieten, den sie an ihre Freunde weitergeben können. Als Beispiel nannte er PayPal, das jedem neuen User 10 US-Dollar schenkte. Oder auch Skype, das zu jedem gekauften Headset ein zweites kostenlos abgab. Aber diese Geschenke müssen nicht viel kosten, ein unterhaltsames Video reicht manchmal schon aus.
5. Verlang Geld von den Publishern, nicht den Zusehern
Von den Usern einen Beitrag für die Benützung einer Seite zu fordern, funktioniert meistens nicht. Für Extra-Features Geld zu nehmen hingegen schon - wenn genügend kostenloser Inhalt vorhanden ist, um die User zu binden. Als Negativbeispiel nannte Jyri Habbo Hotel, das zunächst eine monatliche Gebühr von seinen Nutzern forderte. Als dies nicht funktionierte, machten sie ihr Angebot kostenlos und liessen die User für die Einrichtung ihrer Habbo Spaces bezahlen. Resultat: Das Geld floss und fliesst immer noch.
Soweit die Ausführungen von Jyri Engeström. Hier habe ich bereits meine Tipps für ein erfolgreiches Community Building veröffentlicht. Weitere Informationen zum Thema Social Media Marketing habe ich in dieser Artikelserie zusammengefasst.
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Drucken | 14.06.2007 10:00
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