Die Firefox-Zukunft
Die aktuelle Firefox Version 2, die dem Internet Explorer aus dem Hause Microsoft wertvolle Marktanteile kostete, wird in absehbarer Zeit von der Version 3 abgelöst. Kürzlich wurde die offizielle Beta-Version veröffentlicht. Neben sicherheitsrelevanten Updates wurde vor allem an der Browser-Engine gearbeitet. Zudem wird die Version 3 die bisher auf Eis gelegte neue Webseiten- und Lesezeichenverwaltung «Places» beinhalten. Auch die mobile Version für Handys macht Fortschritte. Sie soll den vollen Funktionsumfang bieten, was auch die Erweiterung des Browsers durch Ad-ons einschliesst.
Die Mozilla Foundation hat letzten Dienstag die offizielle Beta des Firefox 3 zum Download freigegeben. Die herausragendste Neuerung dabei stellt für mich «Places» dar. Die neue Lesezeichenverwaltung bietet die Möglichkeit, die Links mit Tags zu versehen, ein neben der Adresszeile eingefügtes Stern-Icon erlaubt die Verwaltung. Markierte Zeichen können wie bisher in Lesezeichen-Ordner abgelegt werden. Die Tags ermöglichen das leichtere Auffinden der Bookmarks. Hinzu kommt die Auto-Complete-Funktion in der Adresszeile des Browsers. Werden beispielsweise regelmässig besuchte News-Seiten mit dem Tag «News» versehen, genügt zum Aufrufen jener Seiten das Eintippen des Tags. Die mit dem Begriff versehenen Seiten werden dann unter der Adresszeile aufgelistet. In der Lesezeichenleiste ist in Firefox 3 zudem standardmässig der Ordner «Places» (in der deutschen Version: «Orte») angelegt, in dem die zuletzt gekennzeichneten und am häufigsten aufgerufenen Tags und Seiten sortiert sind.
Neuer Nutzen für das Favicon
Auch im Bereich der Sicherheit wurde nachgebessert: Neben dem verstärkten Einsatz von Blacklists, die User noch zuverlässiger vor Webseiten warnen soll, auf denen Schadcode abgelegt ist, lässt sich nun auch der Download-Manager mit dem Virenscanner kurzschliessen. Auch das Favicon - also das kleine Icon links neben der Adresse in der Adresszeile - wird sozusagen interaktiv. Mit einem Klick darauf kann man alle sicherheitsrelevanten Daten der besuchten Seite aufrufen und Cookies- wie Passworteinstellungen individuell verwalten.
Die finale Version 3 wird voraussichtlich Anfang 2008 erscheinen. Bis dahin kann man hier die Beta-Version für Windows, Mac und Linux herunterladen.
Der Feuerfuchs wird mobil
Schon länger arbeitet die Mozilla Foundation auch an einer mobilen Version ihres Browsers. Wie pressetext jüngst berichtete, skizziert der Entwickler Christian Sejersen in einem Blog den Fahrplan für die kommenden Monate. Firefox soll demnach auch in der mobilen Version den vollen Funktionsumfang bieten, was auch die Erweiterung des Browsers durch Ad-ons einschliesst. Wert lege man jedoch weiterhin auf die Quelloffenheit und man will Programmierern Dokumentationen zur Verfügung stellen, um die Weiterentwicklung zu ermöglichen, so Sejersen. In der Entwicklungsarbeit konzentriert man sich nun vorerst auf zwei Plattformen, die auf ARM11-Prozessoren basieren. Zum einen wurde das Nokia N800 mit Linux als Betriebssystem gewählt, die Windows-Schiene wird durch das HTC S730 repräsentiert. Auf dem Prüfstand sind weiter unterschiedliche Konzepte der Navigation sowie Möglichkeiten zur Texteingabe.
Besitzer von Symbian-basierten Handys müssen sich jedoch noch länger gedulden. Der Grund hierfür liege in der grossen Anzahl verschiedener Geräte, wodurch man sich vorerst auf andere Gebiete konzentriere. Für Symbian-Geräte empfehle ich jedoch sowieso den Browser Opera Mini. Mehr zum Thema Symbian-Handys kann man hier in meiner Artikel-Serie «Pimp My Symbian» nachlesen.
» Drucken 26.11.2007 11:20
Francis, Infopirat on 26.11.2007 13:52
Jau, hab ihn auch schon getestet. Places ist eine gute Sache, die man sonst eher von Flock her kannte. Allerdings ist FF3 trotz anderslautender Erklärungen im Changelog immer noch ein extremer Ressourcenfresser. Mit mehr als 10 Tabs wird das ganze schnell zur Qual. Ich hoffe die Entwickler werden da bis zur Final noch nachbessern.
gis on 26.11.2007 15:16
Ja, da muss ich Francis zustimmen - auf meiner etwas älteren Kiste (Notebook) war der FF3 kaum zu gebrauchen. Leider.






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