Der Umgang mit Lesermeinungen
Das «Wall Street Journal», die «New York Times» und die «Washington Post» erlauben es ihren Online-Lesern, in der einen oder anderen Form Kommentare zu hinterlassen. Sie glauben also an den Mehrwert von Nutzerkommentaren. Allerdings unterscheiden sich die drei Zeitungen in der Art der Zulassung und im Umgang mit den Kommentaren:
- «Wall Street Journal»: Hier kommen sowohl Blogs wie auch Foren zum Einsatz. Während Blog-Kommentare grundsätzlich offen sind, ist für die Foren eine Registrierung nötig. Kommentare werden generell erst nach der Veröffentlichung gegengelesen.
- Anders bei der «New York Times»: Hier werden alle Kommentare vor der Veröffentlichung gegengelesen. Zudem bestehen klare Richtlinien, was zulässig ist und was nicht.
- «Washington Post»: Hier werden wie beim WSJ alle Kommentare erst nach der Veröffentlichung gegengelesen. Aber es kommt auch eine Art Spamfilter zum Einsatz, der die eingereichten Kommentare einer Prüfung unterzieht.
Die Frage, wie mit Leserkommentaren umgegangen werden soll, lässt sich sicherlich nicht abschliessend beantworten. Die oben genannten drei Beispiele zeigen drei mögliche Wege - Registrierung, Pre- oder Post-Monitoring - auf. Klar festhalten aber lässt sich, dass a) Kommenatrfunktionen von den Lesern angenommen werden und b) ein geeignetes Mittel zur Leserbindung über Communitybuilding sind.
Quelle: Poynter (via PageTurner)
» Drucken 04.06.2007 12:23
slicely on 04.06.2007 19:31
Man muss nicht in die Ferne schweifen: auch in der Schweiz nutzen Medien User-Inhalte. In basel betreibt die baz seit Jahren ein beachtliches Online-Forum mit vorab lokalen Themen:
http://www.baz.ch/forum
In Bern hat swissinfo für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer eben ein Wahl-Blog 2007 in drei Sprachen gelauncht:
http://wahlen.swissinfo.org
http://elections.swissinfo.org
http://elezioni.swissinfo.org
Man darf gespannt sein, wie sich die Schweizer Community-Projekte entwickeln.
gis on 04.06.2007 19:38
Der Kommentar würde hierher eigentlich besser passen ;)
UGC wird vielerorts auch in der Schweiz eingesetzt - aber der Bereich Lokales bzw. Bürgerjournalismus ist (abgesehen von wackligen MMS-Bildchen) noch weit unterversorgt.






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