
Journalisten und Blogger leben gefährlich. (stock.xchng)
Nicht nur Journalisten leben gefährlich. Auch immer mehr Blogger geraten ins Visier korrupter Staaten und anderer krimineller Vereinigungen. In den letzten 10 Jahren kamen durchschnittlich zwei Journalisten pro Woche im Zuge ihrer Arbeit gewaltsam ums Leben. Die Morde an den beiden BBC-Reportern Nasteh Dahir Faarah in Somalia und Abdul Samad Rohani in Afghanistan in der vergangenen Woche belegen die Statistik. Auch kritische Blogger bewegen sich weltweit zunehmend auf dünnem Eis. Zwar trachtet man ihnen noch nicht nach dem Leben, aber sie werden immer öfter für ihre Meinungsäusserung inhaftiert.
Trotz der vom UN-Sicherheitsrat verabschiedeten Resolution 1738 über die Sicherheit von Journalisten vom 23. Dezember 2006 konnten Journalistenmorde in den vergangenen rund eineinhalb Jahren nicht eingebremst werden. Zu diesem Schluss kommt der Bericht «Killing The Messengers» des «International News Safety Institute» (INSI). Laut Katrin Evers, der Sprecherin der «Reporter ohne Grenzen» (ROG), geschehen derzeit die meisten Journalistenmorde im Irak. Seit 2003 wurden dort 236 Medienmitarbeiter ermordet. Laut ROG befinden sich zudem aktuell 133 Journalisten in Haft. Die Sprecherin widerspricht auch dem gängigen Klischée, dass sich die getöteten Journalisten bewusst zwischen die Fronten begäben und deswegen ums Leben kommen: «In den meisten Fällen handelt es sich bei den Ermordeten um einheimische Journalisten, die über grundlegende Dinge wie die Demokratie berichten.»
Wie der aktuelle «World Information Access Report» (WIA) der Universität Washington zeigt, nehmen die Verhaftungen von politischen Aktivisten im Internet immer mehr zu. 2007 wurden drei mal so viele Menschen, die sich online zu Themen wie Menschenrechten und Meinungsfreiheit äusserten, inhaftiert als im Jahr davor. Mehr als die Hälfte aller Verhaftungen seit 2003 fand in den Ländern China, Ägypten und Iran statt. Die Gefängnisstrafen wurden laut dem WIA-Report dabei für Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen verhängt.
Einige Blogger wurden festgenommen, weil sie über korrupte Regierungen berichtet hatten, andere, weil sie die Missachtung von Menschenrechten anprangerten. Laut dem Bericht steht die wachsende Zahl an Verhaftungen unter anderem mit der wachsenden politischen Einflusskraft der Weblogs in Zusammenhang. Die Verfolgung kritischer Blogger nehme vor allem zu Zeiten politisch wichtiger Phasen wie etwa während eines Wahlkampfes deutlich zu. Viele Festnahmen enden letztlich sogar in Haftstrafen von durchschnittlich 15 Monaten. Die längste verhängte Haft bisher waren acht Jahre.
Die Dunkelziffer der inhaftierten Blogger soll laut WIA-Report durchaus noch höher sein. Viele Fälle liessen sich allerdings nicht eindeutig nachweisen. So seien zum Beispiel in Burma rund 344 Menschen festgenommen worden - die Mehrheit davon vermutlich Blogger. In Burma herrsche strengste Zensur. Die ROG gehen davon aus, dass sich zudem 63 Online-Dissidenten ebenfalls in Haft befinden.
Etwa 30 Nationen nutzen zum Ausforschen unliebsamer Blogs spezielle Technologien oder beschränken den Zugang zum Internet von vornherein auf bestimmte Bereiche und Seiten. In Ländern wie China ist es daher besonders schwer, politische Proteste über das Web auszudrücken. Der Bericht der Universität Washington weist aber auch darauf hin, dass Blogger nicht nur in den vermeintlichen «Schurkenstaaten» im Nahen Osten oder in Ostasien verfolgt werden. In den vergangenen vier Jahren wurden auch in Grossbritannien, Frankreich, Kanada und Amerika Massnahmen gegen Online-Aktivisten ergriffen.
Quellen: rog, insi, pte
» Drucken 18.06.2008. 14:26
HUNDEPOPEL on 22.06.2008. 22:50
Unlimited freedom of speech for bloggers of all Nations, that is I want.
That´s an issue worthwhile to be disscussed in UN. No
further development of democracy without freedom of speech.
This concerns every single place in the world, even Fiji.
Bye friendly people, God Bless.
Pepe.
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