Dass unsere Herren Verleger vom Internet meistens mehr als nur keine Ahnung haben, dürfte mittlerweile bekannt sein. Aber beim Lesen dieser Meldung auf Persoenlich heute Morgen musste ich nur noch laut lachen! Hanspeter Lebrument, Präsident des Verbands Schweizer Presse (VSP) verstieg sich doch tatsächlich letzten Freitag zur Aussage: «Google hat Angst vor uns.» Gesagt hat er dies im Zusammenhang mit den Drohungen des VSP, gegen Google gerichtlich vorzugehen, weil Google News das Urheberrecht verletze. An diesem Plenum anwesend war auch Andreas M. Schönenberger von Google Schweiz, der sich - völlig zurecht - auf den Standpunkt setzte, «dass die Verlage von der Verlinkung profitieren», weil ihnen diese mehr Leser bringt.
Aber jetzt das Highlight - Lebruments Replik darauf: «Wenn es uns nicht mehr gibt, haben sie bei Google auch keine Inhalte mehr.» In der Tat, ich muss innert vier Tagen zum zweiten Mal feststellen, dass Verleger offenbar in einer ganz anderen Welt leben als ich. Ist das Internetz-Dingens überhaupt schon in Chur angekommen?
» Drucken 24.09.2007. 07:34
Andreas (schweizweit.net) on 24.09.2007. 19:14
Nana, wer hat denn hier was gegen Chur? ;o) Der Verband der Schweizer Presse (zu dem Lebrument ja bekanntlich gehört) hat seinen Sitz an der Konradstrasse 14 in 8021 Zürich. Diese Stadt ist von deinem Bern genauso weit entfernt wie Chur. :)
Mit der Grundaussage hast Du natürlich recht: Lebrument überschätzt sich und die CH-Presse. Seine Blätter würden auf verlorenem Posten stehen, würde Google sie aus dem Such-Index streichen und nicht mehr bei news.google.ch aufführen. Irgendwann wird er dies auch noch kapieren.
gis on 24.09.2007. 21:36
Naja, der Sitz von Lebruments Südostschweiz Mediengruppe ist in Chur - darum ;)
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