
Wie schlecht bzw. gut es einer Branche geht, erkennt man unter anderem auch daran, wie intensiv sich die Beraterzunft mit ihr auseinandersetzt. Eines der Lieblingskinder derzeit sind die Verlagshäuser - viele, wenn nicht die meisten, dümpeln noch im Web 1.0 vor sich hin, während sich einige bereits Gedanken zum «3.0» machen. So auch die Consultants von Deloitte Deutschland. Sie haben kürzlich kostenlos ihre Studie «Herausforderung Media 3.0. Verlage und ihre digitalen Geschäftsmodelle» online gestellt (Link am Ende des Beitrags). Laut der Studie sind eine Strategie mit klarer Zielsetzung, innovationsfreundliches Klima, detailliertes und tiefes Kundenverständnis, die Realisierung personalisierter Angebote und der optimale Markeneinsatz die besten Voraussetzungen für Verlage, um im Internet erfolgreich zu sein.
Online Ideal für den Long Tail
Inhalte von Fachverlagen und Special-Interest-Publikationen eignen sich laut Deloitte am besten für die digitale Umsetzung. Mit ihrem Nischenangebot decken sie den Long Tail ab. Daher fällt es ihnen leichter, ihre Kunden für Paid Content zu gewinnen, da sie einen echten Mehrwert generieren können. Für Publikumsverlage ist es hingegen wichtig, eine möglichst hohe Reichweite zu erreichen, um mit Werbung auch Geld verdienen zu können.
Digitale Strategien
Fast alle befragten Verlage haben bereits eine Strategie für ihre digitalen Inalte entwickelt und formuliert. Allen ist es wichtig, crossmedial präsent zu sein. Die wichtigste strategische Herausforderung sehen die Verlage in der Neukundengewinnung. Wichtig ist aber auch das CRM (Customer Relationship Management), da es darum geht, die neuen digitalen Angebote den bestehenden Kunden im Rahmen eines Up- beziehungsweise Cross-Sellings zu verkaufen.
Den Nutzen von User Generated Content stufen Zeitungen generell höher ein als Zeitschriften. Für die Zeitungen spielt zudem die Einbindung von multimedialen Inhalten eine grössere Rolle.

Die Studie empfiehlt denn auch fünf zentrale Kriterien für einen erfolgreichen Onlineauftritt:
Organisation
Deloitte meint zudem klar eine Tendenz hin zu plattformneutralen Redaktionen zu erkennen, das heisst, dass innerhalb eines Verlagshauses eine gemeinsame Redaktion für alle Print- und Online-Angebote geschaffen wird.
Die Studie kann hier (PDF, 550 KB) heruntergeladen werden.
» Drucken 10.08.2007. 09:12
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