Schweizer Verlage: leicht ungenügend
Diese Woche analysiert Kurt W. Zimmermann in seiner «Weltwoche»-Kolumne die wichtigsten Kennzahlen der Schweizer Medienhäuser. Betrachten wir also Wertschöpfung, Performance und Produktivität der Schweizer Verlage (nicht nur ein kleiner Exkurs für erstsemestrige Studenten der Medienökonomie). Weil es so schön ist, heute ausnahmsweise unkommentiert - also alles nur geklaut.
Produktivität

(Weltwoche)
«Die höchsten Umsätze pro Kopf sind bei der Publigroupe erzielt worden. Das ist nicht erstaunlich. Die Firma ist in der Werbevermittlung tätig und akquiriert in erster Linie Inserate für die Presse. Es ist branchenspezifisch, dass in diesem Fachbereich des Zwischenhandels hohe Umsätze pro Kopf anfallen. Ausserordentlich tief ist im Gegensatz dazu die Produktivität der Ringier-Mitarbeiter. Die Engagements in Osteuropa und Asien können das teilweise erklären.»

(Weltwoche)
«Die fairste Kennzahl für die Produktivität ist darum der Ebitda, also der Unternehmensgewinn vor Abschreibungen. Weil wir den Gewinn vor Abschreibungen betrachten, werden jene Unternehmen, die 2006 viel investierten, in der Performance-Messung nicht bestraft. [...] Auch in dieser Betrachtung ist bei Ringier die kapitalistische Profitmaximierung kein Thema. Das wird wohl so bleiben. Allein im Jahr 2006 hat das Unternehmen fünf Tageszeitungen und über 20 Magazine neu gestartet. Im Medienmarkt dauert es Jahre, bis Neulancierungen anständige Gewinne abwerfen.»
Performance-Vergleich

(Weltwoche)
«Wie zu erwarten war, schaffen (mit zwei Ausnahmen) die meisten Schweizer Medienunternehmen die Vorgaben der Konkurrenten bei weitem nicht. Wir können die Zensur für die gesamte Branche darum nicht anders vergeben: 2006 leicht ungenügend. Die Schweizer Medienhäuser könnten von der Schweizer Pharmaindustrie und den Banken noch einiges lernen.»
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Drucken | 19.04.2007 11:43
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