Am kommenden Freitag, abends um 19.15 Uhr läuft im Deutschlandfunk (Livestream und Download auf der Seite) die nächste Ausgabe der Sendung «Medienquartett». Passend zu den beiden Verleger-Positionen, die ich in den letzten beiden Beiträgen beschrieben habe, lautet das Thema der Sendung «Auslaufmodell Zeitung?». Mit den beiden Moderatoren Jakobs («Süddeutsche») und Floto (Deutschlandfunk) diskutieren dieses Mal Tissy Bruns, leitende Redaktorin des «Tagesspiegels», Manfred Bissinger
, Publizist bei Hoffmann und Campe, Christoph Keese
, Chefredaktor der «Welt am Sonntag» und Peter Stawowy, Chefredakteur der Jugendzeitschrift «Spiesser» über Strategien für den Weg aus der Krise.
Die Entwicklungen in den Printmedien markieren einen klaren Trend: 20 Prozent Auflagenschwund in 15 Jahren in Deutschland, junge Leser wandern scharenweise ins Internet ab, sinkende Anzeigenerlöse. Bei Betrachtung dieser Zahlen und Tendenzen scheint die Zeitung ein Auslaufmodell zu sein. Doch nach Jahren der Krise geht jetzt ein Ruck durch deutsche Verlagshäuser. Der in Australien geborene Rupert Murdoch, der wohl kommerziell erfolgreichste Medienunternehmer überhaupt, formuliert das Credo der Zeitungsmacher: «Embrace progress!» («Umarme den Fortschritt!»). Doch was führt zukünftig aus der Krise? Die Konzentration auf Online-Medien, die Ansprache junger Menschen oder reicht guter Journalismus, um weiter wie gehabt am herkömmlichen Zeitungsmodell festzuhalten? Darüber wird also diskutiert am Freitag.
Und ich lass' jetzt für eine Weile das Verleger- beziehungsweise Zeitungsbashing, versprochen!
» Drucken 25.09.2007. 11:01
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.
Kommentar schreiben