Antike mediale Gewalt
Zugegeben, dieser Titel mag den einen oder anderen Leser überraschen. Aber seit ich auf den Sammelband mit dem Titel «Extreme Formen von Gewalt in Bild und Text des Altertums» (Leseprobe PDF | Rezension PDF) gestossen bin, juckt es mich in den Fingern. Schliesslich bin ich von Haus aus Historiker. Prof. Martin Zimmermann von der Universität München warnt in diesem, von ihm herausgegebenen Sammelband nämlich vor dem Schluss, antike Kulturen seien gewalttätiger gewesen als nachantike. Er weist vor allem mit Blick auf das 20. Jahrhundert darauf hin, dass es «generell gesehen keinen verbindlichen kulturellen Fortschritt im Sinne einer Mässigung» kollektiver Gewaltausübungen gebe. Gerade die mediale Darstellung von Gewalt hat sich kaum gewandelt.
» Kommentare (0) | 15.09.2009 18:33
TV-News im Vergleich

Franzosen trinken nur Rotwein, Italiener sind die besseren Liebhaber und die Deutschen sind obrigkeitsgläubig. Diese und viele andere Klischees bzw. Stereotypen begegnen uns tagtäglich. Ein Forschungsprojekt von Kommunikationswissenschaftlern der Universität Hohenheim will nun in Zusammenarbeit mit Partnern aus 18 verschiedenen Ländern der Frage auf den Grund gehen, wie Fernsehnachrichten die Fremdwahrnehmung der Bevölkerung im Ausland prägen. Ausgehend von der Annahme, dass Auslandsnachrichten im TV massgeblich bestimmen, was Menschen von anderen Nationen denken, wollen die Forscher herausfinden, welche Klischees durch die Fremdwahrnehmung gebildet werden. Im Mittelpunkt des Projekts steht all das, was Journalisten in den diversen Ländern für berichtenswert halten und wie die Bevölkerung das konstruierte Bild verinnerlicht.
» Kommentare (1) | 07.09.2009 17:56
Aus die Maus für «News»

Europaweit kämpfen Gratiszeitungen aufgrund des schwachen Anzeigengeschäfts ums Überleben. Während der Printmarkt generell unter der Wirtschaftskrise und ihren Folgen zu leiden hat, sind die kostenlosen Titel ganz besonders stark von den rückläufigen Werbeaufträgen betroffen. Noch im vergangenen Jahr waren die Auflagenzahlen von Gratiszeitungen weltweit auf über 40 Mio. gestiegen. Der Deadpool in der Schweiz ist da besonders hoch. Nach «cash daily» und «.ch» nun auch - wie erwartet - das «News». Zumindest die Regionalausgaben in Basel und Bern verschwinden.
» Kommentare (0) | 25.08.2009 17:57
InFAMtiles im «Blick»

Eigentlich habe ich mich bislang immer etwas gegen Pauschalisierungen wie «alte Männer mit Kugelschreiber» oder «Internetausdrucker» [1] gesträubt. Doch das hat sich nach der Lektüre dieser Kolumne [2] von Frank A. Meyer im letzten «Sonntags-Blick» radikal geändert! Darin bezeichnet er das Internet als angeblich rechtsfreien Raum und diffamiert den netzwertig.com-Autoren Marcel Weiss als Vertreter einer «vulgären Ideologie» und «Internetfreak», der «unter dem romantischen Signet der Piratenflagge die Umwertung der bisher gültigen Werte» betreibe. Warum? Weil er - so wie ich in diesem Beitrag hier [3] - die Fakten auf den Tisch gelegt hat.
» Kommentare (1) | 10.08.2009 01:49






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