20 Prozent Auflagenschwund

Die Zeitungsbranche steht am Ende des schlechtesten Jahrzehnts innerhalb der vergangenen 60 Jahre. Über die Dekade hinweg sind die Verkaufszahlen kontinuierlich und dramatisch gesunken. Im November 2000 beispielsweise kamen die zehn nationalen britischen Tageszeitungen gemeinsam auf über 12.5 Mio. verkaufte Exemplare. Neun Jahre später liegt die Zahl bei nur noch 10 Mio. Stück, berichtet der "Guardian". Damit musste die Branche innerhalb eines Jahrzehnts ein Minus von knapp 20 Prozent verkraften.
» Kommentare (0) | 16.12.2009 18:07
Auslaufmodell lineares TV

Das traditionelle TV-Ökosystem ist ein Auslaufmodell. Die spezifischen User-Wünsche haben sich im Laufe der vergangenen Jahre grundlegend verändert. Jene Anbieter, die sich und ihre Inhalte nicht rasch diesen neuen Sehgewohnheiten anpassen, werde verschwinden. So jedenfalls sieht es der Bericht "Future of Television" von Arthur D. Little, der die Herausforderungen identifiziert, denen sich das traditionelle Fernsehen im Internetzeitalter stellen muss.
» Kommentare (1) | 02.12.2009 18:12
Antike mediale Gewalt
Zugegeben, dieser Titel mag den einen oder anderen Leser überraschen. Aber seit ich auf den Sammelband mit dem Titel «Extreme Formen von Gewalt in Bild und Text des Altertums» (Leseprobe PDF | Rezension PDF) gestossen bin, juckt es mich in den Fingern. Schliesslich bin ich von Haus aus Historiker. Prof. Martin Zimmermann von der Universität München warnt in diesem, von ihm herausgegebenen Sammelband nämlich vor dem Schluss, antike Kulturen seien gewalttätiger gewesen als nachantike. Er weist vor allem mit Blick auf das 20. Jahrhundert darauf hin, dass es «generell gesehen keinen verbindlichen kulturellen Fortschritt im Sinne einer Mässigung» kollektiver Gewaltausübungen gebe. Gerade die mediale Darstellung von Gewalt hat sich kaum gewandelt.
» Kommentare (0) | 15.09.2009 18:33
TV-News im Vergleich

Franzosen trinken nur Rotwein, Italiener sind die besseren Liebhaber und die Deutschen sind obrigkeitsgläubig. Diese und viele andere Klischees bzw. Stereotypen begegnen uns tagtäglich. Ein Forschungsprojekt von Kommunikationswissenschaftlern der Universität Hohenheim will nun in Zusammenarbeit mit Partnern aus 18 verschiedenen Ländern der Frage auf den Grund gehen, wie Fernsehnachrichten die Fremdwahrnehmung der Bevölkerung im Ausland prägen. Ausgehend von der Annahme, dass Auslandsnachrichten im TV massgeblich bestimmen, was Menschen von anderen Nationen denken, wollen die Forscher herausfinden, welche Klischees durch die Fremdwahrnehmung gebildet werden. Im Mittelpunkt des Projekts steht all das, was Journalisten in den diversen Ländern für berichtenswert halten und wie die Bevölkerung das konstruierte Bild verinnerlicht.
» Kommentare (1) | 07.09.2009 17:56


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